Manpower Global Manufacturing World of Work Outlook 2026

Pressemitteilung vom 21.07.2026

Pressemitteilung des Personaldienstleisters Manpower

Fachkräfte fehlen, Qualifizierung stockt: Deutschlands Industrie steht vor einem doppelten Engpass


  • 72 Prozent der Hersteller weltweit finden nicht genug qualifizierte Talente

  • 60 Prozent der Beschäftigten in der Fertigung fehlt Skill-Training

  • 45 Prozent der Beschäftigten fürchten, in den nächsten zwei Jahren durch KI oder Automatisierung ersetzt zu werden

Frankfurt am Main, 21. Juli 2026 – Die Fabrik der Zukunft braucht nicht nur Roboter, Sensoren und KI – sie braucht Menschen, die mit diesen Technologien arbeiten können. Genau hier steht die Fertigungs­industrie weltweit vor einem doppelten Engpass: es mangelt an Fachkräften und Qualifizierung der bestehenden Mitarbeitenden. Laut dem neuen „Global Manufacturing World of Work Outlook“ von Manpower* geben 72 Prozent der Hersteller weltweit an, Schwierig­keiten zu haben, die benötigten qualifizierten Talente zu finden. Gleich­zeitig sagen 60 Prozent der Beschäftigten in der Fertigung, dass sie in den vergangenen sechs Monaten kein Skill-Training erhalten haben. Hinzu kommt: Fast die Hälfte der Beschäftigten im Fertigungs­sektor (45 Prozent) befürchtet, dass KI oder Automa­tisierung ihre aktuelle Stelle in den nächsten zwei Jahren ersetzen könnte.

Die Ergebnisse treffen in Deutschland auf eine besonders angespannte Industrielage. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 droht ein Rückgang der sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung. Gleich­zeitig belasten Energie­preise, Material­engpässe, geo­politische Unsicherheit und der Umbau zentraler Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Chemie die Personal­planung.

Smart Manufacturing braucht Menschen, nicht nur Maschinen

„Die entscheidende Frage ist nicht, ob Beschäftigte den Wandel mitgehen, sondern ob Unter­nehmen ihn schnell genug in Qualifizierung, neue Rollen­profile und strategische Personal­planung über­setzen können“, kommentiert Faris Bećirović, Country Manager und Vorsitzender der Geschäfts­führung der ManpowerGroup Deutschland, die Studien­ergebnisse. „Das Problem dabei ist, dass Qualifizierung vielerorts nicht systematisch genug stattfindet. Die deutsche Industrie verliert daher nicht nur Jobs, sie verliert vor allem wertvolle Zeit.“

Automatisierung und KI verändern die industrielle Arbeit nicht erst in Zukunft, sondern bereits heute: Routine­arbeiten verlieren an Bedeutung, während technologie­gestützte Rollen wichtiger werden, etwa für Mitarbeitende, die automa­tisierte Systeme programmieren, warten und optimieren können. 93 Prozent der Hersteller weltweit erwarten, dass Robotik und Smart Manufacturing ihre Beleg­schaft verändern werden. Viele Unter­nehmen gehen davon aus, dass der Wandel konkrete Workforce-Maßnahmen erforderlich macht: 50 Prozent rechnen damit, bestehende Mitarbeitende umschulen zu müssen, 42 Prozent erwarten Neuein­stellungen für veränderte Rollen­profile und 31 Prozent glauben, bestimmte Leistungen auslagern zu müssen.

Tatsächlich stehen die Beleg­schaften den Verände­rungen grund­sätzlich offen gegenüber. 66 Prozent der Beschäftigten in der Fertigung fühlen sich sicher im Umgang mit aktueller Technologie, 79 Prozent sind zuver­sichtlich, neue Fähig­keiten für ihre Karriere­ziele lernen zu können.

Unternehmen benötigen daher schon jetzt konkrete Workforce-Pläne, so Bećirović: „Wer künftig auf Automati­sierung, KI und digitale Produktion setzen möchte, braucht nicht nur neue Technik, sondern neue Rollen­profile, gezielte Qualifi­zierung und klare Wege, wie Beschäftigte vom heutigen Job in die künftige Produktion hinein­wachsen können. Andernfalls fehlen im nächsten Aufschwung genau die Menschen, die den Umbau tragen sollen.“

Die zentrale Botschaft des Reports: Die Industrie kann sich nicht aus dem Fachkräfte­mangel heraus­automatisieren. Der doppelte Engpass aus Fachkräfte­mangel und fehlender Qualifizierung droht zu einem zentralen Risiko für die industrielle Transfor­mation zu werden, wenn Unter­nehmen neue Technologien einführen, ohne ihre Beleg­schaften mitzunehmen. Für den Industrie­standort Deutschland wird genau das zur entschei­denden Bewährungs­probe.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie die Ergebnisse des Manufacturing Reports 2026 für Ihr Unternehmen nutzen können? Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen oder ein persönliches Beratungs­gespräch.

Zum vollständigen Report und kostenlosen Download:

> Manpower Global Manufacturing World of Work Outlook 2026 

Global Manufacturing World of Work 2026 Outlook - 17.07.2026

*Transparenzhinweis: Der „Global Manufacturing World of Work Outlook“ wurde auf Basis verschiedener Quellen erstellt, darunter auch Studien, Markt­analysen sowie öffentlich zugängliche Daten von Dritt­anbietern. Die in der Presse­mitteilung genannten Kennzahlen und Prognosen beziehen sich auf die im Report ausgewiesenen Quellen.

Über Manpower Deutschland

Als einer der größten Personal­dienst­leister in Deutschland vermittelt Manpower seit 1965 gewerbliches Personal und qualifizierte Fachkräfte in passende Arbeits­plätze. Mit einem weit verzweigten Netzwerk an Kunden in der Industrie, Gewerbe­betrieben, Technik und Handwerk ist Manpower für Bewerber und Bewerber­innen nicht nur eine zuverlässige Anlauf­stelle für die Themen Zeitarbeit und Personal­vermittlung, sondern auch ein vertrauens­würdiger Partner, für den der Mensch im Mittel­punkt steht – damit Talente nicht nur vermittelt, sondern auch weiter­entwickelt und nachhaltig beschäftigungs­fähig gemacht werden.


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