Arbeitsmarktbarometer 2014: Wo es im Sommer die meisten Jobs gibt

Die gute Nachricht ist: Auch im dritten Quartal 2014 stellen die Unternehmen ein. Neun Prozent rechnen mit Personalaufbau, nur drei Prozent mit Abbau – ein positiver Saldo also. Allerdings nicht mehr ganz so optimistisch wie im vorherigen Quartal. Und: Die guten Arbeitsmarkt-Aussichten gelten nicht für alle Branchen gleichermaßen. Wo es im Sommer die meisten Jobs gibt, in welchen Regionen und Großstädten die Arbeitgeber noch einstellen – das zeigt das neue Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters ManpowerGroup. Es zeigt auch: Vor allem die Finanz- und Unternehmensdienstleistungen boomen weiterhin…

 

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Das neue Arbeitsmarktbarometer: Es gibt noch neue Jobs

Für das Arbeitsmarktbarometer werden insgesamt rund 65.000 Arbeitgeber in 42 Ländern quartalsweise befragt. Kernfrage: Planen Sie Neueinstellungen oder Entlassungen? In Deutschland nehmen regelmäßig mehr als 1000 Unternehmen daran teil, die zugleich einen Querschnitt aller wichtigen Branchen darstellen.

Aus den Antworten ergibt sich dann pro Land, Region oder Branche ein Prozentwert, der den sogenannten Netto-Beschäftigungsausblick darstellt. Dieser kann im positiven oder negativen Bereich liegen – je nachdem, ob mehr Entlassungen oder Neueinstellungen geplant sind.

Der Wert wird zudem saisonal bereinigt. So lassen sich durch den Vergleich der Quartalsergebnisse frühzeitig Trends ablesen. Das hier vorliegende Arbeitsmarktbarometer für das dritte Quartal 2014 liefert dann zum Beispiel eine Prognose, wie hoch die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in den Monaten Juli bis September ist.

 

Beschäftigungsausblick von Juli bis September

 

Die Jobblüte, wie sie das Arbeitsmarktbarometer im März angekündigt hatte, ist erstmal vorbei. Trotz guter Wirtschaftslage bleiben die Arbeitgeber, wohl auch aufgrund politischer Regulierungen, eher zurückhaltend oder haben von April bis Juni bereits ausreichend Mitarbeiter neu eingestellt.


Die wichtigsten Ergebnisse für den deutschen Arbeitsmarkt:

 

 

BRANCHE SALDO GEGENÜBER Q2
Finanz- und Unternehmensdienstleistungen +11 -12
Baubranche +10 +1
Öffentlicher und sozialer Sektor +6 +2
Telekommunikation +6 +1
Produzierendes Gewerbe +3 +2
Berg- und Tagebau +2 -3
Handel und Gastronomie +2 -4
Transport und Verkehr +1 -8
Strom-, Gas- und Wasserversorgung -2 -8
Land- und Forstwirtschaft -7 -10
  • Im Branchenvergleich bleiben die Finanz- und Unternehmensdienstleister die einstellungsfreudigsten Unternehmen. Allerdings zeigt auch hier der Trend erstmals seit langem deutlich nach unten. Die Baubranche indes steht unverändert gut da. Insgesamt trübt sich aber in den meisten Branchen die Stimmung. Besonders in der Landwirtschaft und bei den Energieversorgern.
    Im Detail sieht das dann so aus:
  • Im regionalen Vergleich fällt diesmal der Kontrast zwischen den Ballungsräumen und den ländlichen Regionen auf: Deutschlands Metropolen locken allesamt mit guten Jobchancen, auch wenn der Trend in Berlin und Hamburg im Sommer nach unten zeigt. Insbesondere Frankfurt vermeldet den deutlichsten Aufwärtstrend und das beste Ergebnis seit 2011
    Die Städte im Vergleich:
STADT SALDO GEGENÜBER Q2
Frankfurt +14 +7
München +10 +4
Berlin +10 -9
Köln +7 +4
Ruhrgebiet +6 +5
Hamburg +5 -5


In den (ländlichen) Regionen abzüglich dieser Städte ist die Entwicklung eher negativ, ausgenommen von Westdeutschland:

  • Deutschlandweit sinkt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen leicht. Neun Prozent planen, neue Mitarbeiter einzustellen, im März 2014 waren es noch elf Prozent. Drei Prozent rechnen mit Entlassungen, diese Quote ist gleich geblieben. Die übrigen 81 Prozent planen keine personellen Veränderungen. Der Netto-Beschäftigungsausblick (Saldo) sinkt damit – saisonal bereinigt – auf +5 Prozent. Im Frühjahr hatte er bei +7 Prozent gelegen.


REGION SALDO GEGENÜBER Q2
Westdeutschland +6 +2
Süddeutschland +3 -5
Norddeutschland +2 -3
Ostdeutschland +2 -7