Bitte stellen Sie sich vor

Etwas auf den Punkt zu bringen, ist gar nicht so leicht. In bestimmten Momenten ist es aber essentiell, sich kurz zu fassen. Das Vorstellungsgespräch ist so eine Situation. „Stellen Sie sich kurz vor – in drei Minuten!“ ist eine Bitte, die viele Bewerber so oder ähnlich schon mal gehört haben.

 

Frau Handshake Bewerbung

Vielleicht haben Sie auch schon beobachtet, dass es vielen schwer fällt, dieser Bitte nachzukommen, auch wenn sie sich simpel anhört.

 

In Assessment Centern beispielsweise wird oft reihum gefragt, alle Bewerber bekommen ihre drei Minuten. Die Antworten fallen oft erstaunlich verschieden aus. Manche kommen vom Hölzchen zum Stöckchen, lassen keine Station im Lebenslauf aus, und kommen so locker auf zehn Minuten. Bei den meisten Personalern geht das nach hinten los – denn die eigentliche Aufgabe wurde nicht erfüllt.

 

Die Kurzvorstellung rechtzeitig parat haben

 

Wichtig ist deshalb, sich die passende Antwort rechtzeitig zu überlegen. Das heißt vor allem: Gnadenlos aussortieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Neben den üblichen Basisinfos wie Name, Alter und Herkunft/Wohnort sollte man Ausbildungs- und/oder Studienabschlüsse erwähnen. Wie detailliert man diese Stationen beschreibt, hängt aber davon ab, wie umfangreich der Lebenslauf insgesamt ist.

Wenn es spätere berufliche Erfahrungen und Qualifikationen gibt, die für die Bewerbung wichtiger sind, sollte man sich deshalb in puncto Ausbildung lieber kurz fassen.

 

Bei der Erwähnung beruflicher Stationen sollte man betonen, wo die Schwerpunkte lagen, was man dort dazugelernt oder welche Erfolge man erreicht hat (zum Beispiel ein größeres, abgeschlossenes Projekt). Besonderes Augenmerk sollte natürlich auf der aktuellen beziehungsweise letzten Beschäftigung liegen, genauer gesagt darauf, welche noch „frischen“ Erfahrungen Sie daraus mitnehmen.

 

Was macht Sie einzigartig?

 

Ebenso wichtig wie klassische berufliche Meilensteine können Zusatzqualifikationen sein: Haben Sie Weiterbildungen absolviert, die Sie für die Stelle qualifizieren? Beherrschen Sie eine Fremdsprache besonders gut, beispielsweise durch längere Auslandsaufenthalte? Oder sind Sie besonders versiert in speziellen Computerprogrammen?

Es kommt natürlich immer darauf an, was die Anforderungen für die Stelle sind, auf die sich gerade bewerben: Untersuchen Sie Ihre Erfahrungen, Talente und Interessen auf Schnittpunkte mit dem Stellenprofil.

 

Abschließend kann es durchaus sinnvoll sein, Interessen zu erwähnen, denen Sie in Ihrer Freizeit nachgehen – wenn es nicht gerade „Lesen“ ist, sondern etwas, durch das Sie sich von den meisten anderen Bewerbern abheben. Das verleiht Ihrer Vorstellung eine persönlichere Note.

 

Das Gute an einer solchen Kurzvorstellung ist: Sie können sie nicht nur bei Vorstellungsgesprächen gebrauchen. Die Aufforderung „Bitte stellen Sie sich doch kurz vor!“ hören Sie auch auf Kongressen, in Schulungen und bei vielen anderen Treffen.