Chancen und Risiken des Auswanderns – Ein Bericht aus Irland

Vor knapp 16 Wochen habe ich den so genannten „offer letter“ aus Irland erhalten und akzeptiert. Von einer Sekunde auf die andere wurde ein Traum für mich wahr: Endlich kann ich im englischsprachigen Ausland leben und arbeiten. Fünf Tage nach der Stellenzusage war dann auch schon Abflug. Dort angekommen stellte ich Tag für Tag fest, dass Auswandern neben

den vielen Vorteilen allerlei Ungewohntes und auch die eine oder andere kleine Herausforderungen bereithält.

 

Zu den Services der ManpowerGroup gehört auch die Vermittlung von Jobs im Ausland. Interessieren Sie sich zum Beispiel für Irland? Hier der Erfahrungsbericht eines unserer Kandidaten, der auf der grünen Insel Arbeit gefunden hat.


Für wen ist Irland die richtige Adresse?
Meines Erachtens nach für alle Menschen, die eine Auszeit von Deutschland brauchen und/oder Ihre Englischkenntnisse verbessern wollen. Die Menschen in Irland sind unglaublich kommunikativ, hilfsbereit und freundlich. Wer hier nicht fragt, ist selber schuld. Eine gewisse Kommunikationsbereitschaft sollte man auf jeden Fall mitbringen.

Außerdem ist Irland auch für alle erfolgsorientierten Menschen die richtige Adresse. Man kann gutes Geld verdienen, ohne dass es hier einer speziellen Vorausbildung bedarf. Für Rückkehrer steigen die Karrierechancen immens, dank wertvoller beruflicher und interkultureller Erfahrungen, aber auch der Englischkenntnisse, die auch in Deutschland sehr wichtig sind.

Behördenwege, Steuern und Krankenversicherung
Für den Job benötigt man in Irland eine PPS-Number – sowas wie eine Steuernummer in Deutschland. Ist diese einmal beim PPS-Office im Wohnort beantragt, sollte man am Ball bleiben und die Nummer einen Tag später telefonisch erfragen. Solange man keine PPS-Nummer hat, fällt man in die Emergency-Tax, was mit der Steuerklasse VI in Deutschland gleichgesetzt werden kann.

In Irland gibt es kein Einwohnermeldeamt. Man muss sich aber in Deutschland abmelden. Zur Einrichtung eines irischen Bankkontos benötigt man einen Wohnsitz in Irland. Der Nachweis wird üblicherweise mit einem adressierten und versendeten Brief an die Wohnadresse erbracht.

Ich muss zugeben, dass wir Deutsche oft verwöhnt sind, was Krankenversicherung und soziale Absicherung betrifft. Ein Arztbesuch kostet hier um die 40€, die man normalerweise aus eigener Tasche bezahlt. Krankheitstage werden während der Probezeit häufig nicht bezahlt, so dass man für den Schnupfen Urlaub einreichen muss. Es lohnt sich deshalb, Ausschau nach einer privaten Krankenversicherung zu halten.

Wohnen, Freizeitwert und Lebenshaltungskosten
In Irland ist Flatsharing unglaublich beliebt. Das liegt wahrscheinlich an den etwas höheren Mietkosten. Die WGs sind fast immer voll ausgestattet: Fernseher, WIFI-Verbindung und auch sämtliche Kücheneinrichtungen sind inklusive. Das einzige, was man mitbringen sollte oder vor Ort kaufen muss, ist Bettwäsche, Kissen und alles, was man sonst zum Schlafen benötigt. Wichtig ist auch zu wissen, dass die Miete in Irland in der Regel wöchentlich bezahlt wird und eine Kaution in Höhe einer vollen Monatsmiete zu hinterlegen ist.

Es gibt zahlreiche Foren für Irlandauswanderer. Dort hält sich hartnäckig das Klischee der immergrünen Insel mit dem schlechten Wetter. Irland ist hinsichtlich der Natur absolut sehenswert – einfach wunderschön. Und das Wetter finde ich gar nicht so schlimm. Die Iren sagen „If you don’t like the weather, just wait five minutes“.

Irland bietet ein einzigartiges Freizeitangebot. Pubs, Clubs und Discos haben regelmäßig geöffnet. Auch in Sachen Sport und Kultur hat Irland viel zu bieten: Football, Gaelic Games, Golf, Fischen, Rugby, Konzerte, Theater - hier ist für jeden etwas dabei. Sightseeing und Städtereisen gibt es für schmales Geld.

Einkaufen in Irland ist etwas teurer als in Deutschland. Hier ein paar Preisbeispiele:
Karotten 0,50 €/kg
Weintrauben 3€/kg
Toastbrot 1€/500 Gramm
Milch 1€/Liter
Bier 4€/Flasche (0,5 Liter)

Mit der Manpower Auslandsvermittlung zum neuen Job
Manpower hat mich bei der Jobsuche sehr gut unterstützt. Auf meine Wünsche (Region, Aufgaben, Arbeitsumfeld etc.) wurde individuell eingegangen. Die Vorbereitung auf die Vorstellungsgespräche war sensationell und hat mir mit Sicherheit geholfen, überhaupt meinen neuen Job zu bekommen. Ich kann jedem empfehlen, Manpower bei der Jobsuche hinzuzuziehen.
Mein irischer Arbeitgeber, ein international tätiges Unternehmen, hat sich als absoluter Glücksgriff herausgestellt. Neben dem finanziellen und organisatorischen Relocation Support habe ich noch nie eine Firma mit soviel Hilfsbereitschaft, Engagement und Freundlichkeit erlebt.

Anmerkung der Redaktion: Wenn auch Sie Interesse haben, im Ausland zu arbeiten, wenden Sie sich gerne an unsere Kolleginnen und Kollegen der Auslandsvermittlung bts(at)manpower.de.