Die Qualifikations-Revolution: Entwicklung von Fachkräften statt Konsum von Arbeitsleistung - TEIL I

Wir erleben gerade den Beginn einer Qualifikations-Revolution: Die vielleicht wichtigste Herausforderung unserer Zeit wird sein, Menschen darin zu unterstützen, sich weiter zu qualifizieren, damit sie mit dem ständigen Wandel der Welt der Arbeit Schritt halten können.

 

Business Büro City Sunset

In unserer Blogserie beleuchten wir die aktuellen Trends und geben Hinweise, was Unternehmen tun können, um ihre Mitarbeiter zu Gewinnern der Qualifikations-Revolution zu machen.

Denn Fachkräfte mit den richtigen Qualifikationen und Fähigkeiten werden in Zukunft alle Fäden in der Hand halten: Sie werden sich ihre Arbeitsplätze und Berufsbilder selbst schaffen und autonom bestimmen, wie, wo und wann sie arbeiten.

Führungskräfte sind jetzt gefordert, zu handeln und Verantwortung zu übernehmen: Den technischen Fortschritt oder die Globalisierung können wir nicht verlangsamen oder gar aufhalten, aber wir können in die Qualifikation unserer Mitarbeiter investieren und auf diesem Weg Menschen und auch Organisationen auf die kommenden Belastungen richtig vorbereiten. Der Einzelne steht dabei vor der Herausforderung, seine eigene Lernbereitschaft zu fördern: Um für seine Arbeitgeber auch in Zukunft relevant und eine wertvolle Ressource zu sein, muss er nicht nur die Fähigkeit, sondern auch den Willen aufbringen, sich kontinuierlich weiterzubilden. Wir müssen sofort handeln, um die Fortbildung und auch die Umschulung der aktuellen Mitarbeiter zu beschleunigen. Nur so stellen wir sicher, dass die Erwerbsbevölkerung ausreichend für die Zukunft gerüstet ist. Dabei müssen wir auch jene mit einbeziehen, die bisher kaum am Arbeitsleben teilnehmen. Wir müssen bereit sein für neue Berufsbilder und neue Qualifikationen. Das ist die Qualifikations-Revolution, von der wir hier sprechen.

Gewohnte Geschäftsmodelle im revolutionären Umbruch

Digitalisierung, künstliche Intelligenz, eine alternde, sich wandelnde Bevölkerung, gesellschaftliche und politische Polarisierung, Konsumerisierung und neue, alternative Arbeitsmodelle fließen zusammen und transformieren so bestehende Geschäftsmodelle gründlich und nachhaltig.

Vorbereitungen für die Qualifikations-Revolution

Die erste Phase dieser Transformation manifestierte sich in immer kürzeren Produkt- und Marktzyklen sowie neuen Geschäftsmodellen, die mit herkömmlichen Unternehmensstrategien in Konkurrenz traten. Es kam vor allem auf Agilität und Performance an. Doch der Wandel ist weiter vorangeschritten und wir sind in eine zweite Phase eingetreten. Durch Technologie verändert sich nicht nur der Bedarf an physischer Infrastruktur und anderen Ressourcen; sie ermöglicht Unternehmen darüber hinaus, durch das Sammeln, die Analyse und den Austausch von großen Datenmengen ganz neue Werte zu schaffen. Zugleich erleben wir den Beginn einer Qualifikations-Revolution: Damit sowohl Menschen als auch Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich an dieser Entwicklung partizipieren können, gilt es, die richtige Balance zwischen Technologie, Fachkräften und Kontakt von Mensch zu Mensch zu finden. Fachkräfte mit den richtigen, gesuchten Qualifikationen werden auch weiterhin das Heft in der Hand halten und bestimmen, wie und wo sie arbeiten. Für Menschen ohne solche Qualifikationen nimmt das Risiko enorm zu, den Anschluss völlig zu verlieren.

 

In einer wirtschaftlichen Gesamtsituation mit zunehmenden Risiken und schrumpfenden Margen müssen Unternehmen geschickter und wendiger agieren denn je. Der richtige Einsatz von Plattformen, die mit weniger Ressourcen den Zugang zu Menschen – Fachkräften wie Kunden – ermöglichen und zugleich Reichweite und Werte schaffen, wird zum erfolgsbestimmenden Faktor werden. Die so entstehenden neuen Geschäftsmodelle werden es in Zukunft auch durch die damit verbundenen Netzwerkeffekte besonders einfach haben, erfolgreich am Markt zu agieren und sich immer wieder einen neuen Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen; dieser Vorsprung wird in Zukunft wichtiger denn je sein.

 

Diese Kräfte verändern die Geschäftswelt

Kräfte des Wettbewerbs

  • Globaler und regionaler Wettbewerb
  • Wandel in der Wertschöpfung erzwingt neue Geschäftsmodelle
  • Neue Werteskalen
  • Ökonomische Unsicherheit
  • Druck auf die Margen
  • Erhöhte Risiken


Kräfte der Arbeitswelt

  • Sinkende Verfügbarkeit von gefragten Qualifikationen
  • Konstanter, rasanter technologischer Fortschritt
  • Erhöhte Markttransparenz, Wandel der Kundenbedürfnisse und zunehmende Komplexität
  • Neudefinition von Markenloyalität


Arbeitgeber-Trends

  • Fachkräfte-Plattformen
  • Konsum von Arbeitskraft

Triebkräfte auf dem Arbeitsmarkt

  • Offener Zugang zu Arbeitsplätzen
  • Arbeitsmarktfähigkeit
  • Übertragbarkeit von Fähigkeiten und Qualifikationen
  • Produktivität statt Potenzial


Auswirkungen für den Einzelnen

  • Flexibilität vs. Sicherheit
  • Steigende Verantwortung für das eigene berufliche Vorankommen
  • Einkommensunsicherheit & Lohnstagnation
  • „Die Erfolgreichen und der Rest der Menschheit“