Manpower Arbeitsmarktbarometer: Einstellungsbereitschaft geht zurück

Mit 43,3 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland ist die Zahl so hoch wie nie zuvor - aber wie wird sich die Lage in den kommenden Monaten entwickeln?

 

Nur 5 Prozent der hierzulande befragten Arbeitgeber planen Neueinstellungen im ersten Quartal 2016. Vor einem halben Jahr waren es noch 8 Prozent. Jedoch gibt es Unterschiede in den verschiedenen Branchen sowie Regionen. Das quartalsweise erscheinende Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup zeigt, wo es Anfang 2016 die meisten Jobs gibt.

 

Das Arbeitsmarktbarometer

Für das Manpower Arbeitsmarktbarometer werden insgesamt rund 65.000 Arbeitgeber in 42 Ländern quartalsweise befragt. Zentrale Frage die allen Teilnehmer gestellt wird: Planen Sie Neueinstellungen oder Entlassungen? In Deutschland nehmen regelmäßig mehr als 1.000 Unternehmen  aus unterschiedlichen Branchen an der Umfrage teil.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Der saisonbereinigter Beschäftigungsausblick für das erste Quartal 2016 sinkt um 3 Prozentpunkte (zwei Prozentpunkte weniger als zum Jahresauftakt 2015).

  • Nur fünf Prozent der Arbeitgeber planen Neueinstellungen im ersten Quartal 2016. Vor allem Konzerne stellen weniger ein: 13 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent im Vorquartal. Mit 88 Prozent plant die Mehrheit der Unternehmen jedoch keine Personalveränderung, so dass die Aussichten insgesamt stabil sind. Als Grund für die verhaltenen Aufstockungspläne sehen die Experten die gleichbleibend gute Beschäftigungslage über das Gesamtjahr 2015. 

  • Triebfeder der soliden Beschäftigungslage sind mittelgroße Firmen: Hier liegt der Netto-Beschäftigungsausblick unverändert bei +12 Prozentpunkten, jedes sechste Unternehmen dieser Größe plant Neueinstellungen.

  • Nach Branchen differenziert zeigt sich der größte Personalbedarf weiterhin im Bereich der Finanzdienstleistungen und unternehmensnahen Dienstleistungen. Hier planen 13 Prozent der Firmen Neueinstellungen. „Die Veränderung der Arbeitswelt kommt den Dienstleistern zugute, hier entstehen durch die Digitalisierung neue Geschäftsfelder und Jobprofile“, so Herwarth Brune.

  • Arbeitsmärkte in Südeuropa erholen sich. So zeigt Griechenland z.B. zeigt eine deutliche Verbesserung um elf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal.  Firmen in Italien wollen erstmals seit fünf Jahren wieder mehr einstellen als entlassen. Auch Spanien verbessert sich leicht um einen Prozentpunkt auf +4 Prozent. 

  • Im Regionalvergleich zeigt sich die größte Einstellungsbereitschaft in München (13 Prozent der Firmen wollen neue Mitarbeiter rekrutieren). In Berlin sinkt der Ausblick von einem enormen Hoch im Vorquartal (+18) auf gute +7 Prozent für das erste Quartal 2016. Frankfurt überwindet den Einbruch im vierten Quartal (-4) und erreicht +4 Punkte. „Der Stellenabbau im Banksektor hat in der Finanzmetropole Spuren hinterlassen und wird weiterhin spürbar sein. Ob Frankfurt wieder zweistellige Topwerte erreichen wird, hängt davon ab, ob andere Dienstleistungsbereiche die Lücke ausgleichen können, wie zum Beispiel FinTechs“, so Herwarth Brune.

+++ Die Studienergebnisse kompakt als Video und Infografik finden Sie über diesen Link +++

Mehr Informationen zum Manpower Arbeitsmarktbarometer finden Sie unter: https://www.manpower.de/neuigkeiten/studien-und-research/arbeitsmarktbarometer/