ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer: Alle deutschen Branchen planen Neueinstellungen im ersten Quartal

Gutes Zeichen für deutsche Arbeitnehmer und die deutsche Wirtschaft: die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland bleibt im ersten Quartal 2017 über alle Branchen hinweg hoch. Neun Prozent der Unternehmen planen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres die Einstellung neuer Mitarbeiter. Damit wollen mehr Arbeitgeber zusätzliches Personal einstellen als abbauen. Nur fünf Prozent rechnen demgegenüber mit Entlassungen. 85 Prozent möchten die Mitarbeiterzahl konstant halten.

 


  • Finanzwirtschaft und der öffentliche Sektor mit größter Einstellungsbereitschaft  
  • Beschäftigungsausblick in Berlin steigt sprunghaft von +1% auf +11%

„Die Stimmung am deutschen und den europäischen Arbeitsmärkten bleibt positiv. Über alle Branchen hinweg soll mehr Personal eingestellt als abgebaut werden“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. Regional wird eine kräftige Personalnachfrage vor allem bei Berliner und Münchner Arbeitgebern erwartet. Dies sind Ergebnisse des ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers für das erste Quartal 2017, für das 1.001 Arbeitgeber in Deutschland befragt wurden.


Finanzbranche weiterhin im Aufwind

Die beste Stimmung herrscht, wie auch in den Quartalen zuvor, in der Finanzbranche. Ganze 15 Prozent wollen Anfang 2017 Personal neu einstellen. Fast genauso positiv blickt der öffentliche Sektor auf die ersten drei Monate des kommenden Jahres: Der Beschäftigungsausblick ist der höchste Wert seit Ende 2011. Die stärkste Entwicklung fand in der Logistik- und Kommunikationsbranche statt. Der Beschäftigungsausblick stieg von +1% im vierten Quartal 2016 auf +7% im ersten Quartal 2017.

Den größten Rückschritt mussten die Versorger im Bereich Strom, Gas und Wasser hinnehmen. Hier fiel der Beschäftigungsausblick um zehn Prozentpunkte auf aktuell +3%. Insgesamt am schwächsten steht die Groß- und Einzelhandelsbranche da.

Hauptstadt schlägt Finanzmetropole

Regional betrachtet ist der Beschäftigungsausblick in Berlin und München (beide +11%) am stärksten. Auf dem dritten Platz landet nur knapp dahinter Frankfurt am Main (+10%), das im letzten Quartal wegen dem Brexit noch den stärksten Beschäftigungsausblick zeigte.

„Berlin profitiert von der enormen Dynamik im Bereich der Digitalisierung. Innovative Firmen und Start-ups florieren in der Hauptstadt, die in Bezug auf die Investmentsumme bereits an London vorbeigezogen ist. Viele Start-ups haben sich inzwischen zu stabilen Unternehmen entwickelt, die stark wachsen und einstellen“, folgert Brune. Die Arbeitslosenquote sank im November 2016 in Berlin auf 9,2 Prozent, den niedrigsten Stand seit 25 Jahren.

 

Blick über die Landesgrenzen

Die Stimmung in Europa ist überwiegend gut. In 22 von 24 untersuchten Ländern der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika, kurz EMEA, planen Arbeitgeber mehr Neueinstellungen als Entlassungen. Besonders positiv sehen Arbeitgeber in Ungarn und Slowenien die nahe Zukunft. In beiden Ländern liegt der Beschäftigungsausblick mit +17% höher als in anderen Nationen. Auch Rumänien steht mit +15% gut da und konnte sich gegenüber dem vierten Quartal 2016 um drei Prozentpunkte verbessern.

Die Studie dient unter anderem der Europäischen Kommission regelmäßig als Quelle für ihren monatlichen Beobachtungsbericht (monthly monitoring report) über die Europäische Arbeitsmarktlage und die soziale Situation in der EU.

 

 

Mehr Informationen zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer finden Sie unter https://www.manpowergroup.de/neuigkeiten/studien-und-research/arbeitsmarktbarometer/