Mentoring

Mentoring für angehende Führungskräfte

Mitarbeiter als „Paten“: Warum Unternehmen vom Mentoring-Modell profitieren

 

Ein Artikel von Andreas Gärtner

Wenn ein neuer Mitarbeiter seine Stelle antritt, ist das für alle Beteiligten keine alltägliche Situation. Der Arbeitnehmer möchte einen guten Eindruck machen und niemandem unnötig zur Last fallen. Der Arbeitgeber möchte, dass sich der neue Kollege wohlfühlt und schnell mit seinen Aufgaben und seiner Umgebung vertraut ist. Damit der Einstieg gelingt, haben viele Unternehmen ein "Mentoring"-Modell eingeführt, also Patenschaften.


Mentoring in diesem Sinne bedeutet, dass ein erfahrener Mitarbeiter dem neuen Kollegen als Pate zur Seite steht. Was das alles umfasst, kann jedes Unternehmen für sich regeln. Oft ist der Mentor einfach für alle Fragen da, die in den ersten Tagen üblicherweise auftauchen. Das kann fachliche Themen betreffen, Organisatorisches, den Umgang mit Computerprogrammen oder einfach nur die Frage, wo es Kaffee gibt. Eine wichtige Aufgabe des Mentors ist aber auch, den neuen Mitarbeiter ins Team einzuführen, ihm Kollegen und Ansprechpartner vorzustellen. Gerade in größeren Unternehmen, wo Neulinge sich  nicht so schnell zurechtfinden und viele neue Gesichter treffen, ist das eine wertvolle Hilfe.

Nicht nur die Neulinge lernen dazu

Für die Arbeitgeber liegen die Vorteile auf der Hand: Ein Mentoring-Modell ist Bestandteil einer Willkommenskultur und eines gelungenen Onboardings. Es trägt dazu bei, dass neue Mitarbeiter sich leichter zurechtfinden, sich wohl fühlen und schneller produktiv arbeiten können. Sie fördern damit; gleichzeitig die Kommunikation im Team und ein angenehmes Arbeitsklima. Personalabteilungen sollten daher prüfen, ob und wie sie ein solches Modell im Unternehmen etablieren können.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Wert dieses Modells für den Mentor selbst: Zwar muss er sich gut organisieren, um neben seinen eigenen Aufgaben auch ein guter Pate zu sein. Die Einführung neuer Kollegen führt aber auch dazu, die eigene Arbeit zu reflektieren und eingespielte Prozesse im Unternehmen immer wieder zu hinterfragen – und wenn nötig, zu verbessern. Zudem erleben viele Führungskräfte das Mentoring als persönlich sehr bereichernd. 

Mentoring für angehende Führungskräfte

Besonders spannend wird das Mentoring, wenn der bestehende Mitarbeiter an eine Leitungsposition herangeführt wird. Erfahrene Führungskräfte geben den aufstrebenden Mitarbeitern Einblicke in den Alltag eines Topmanagers und helfen ihnen dabei, ihr Kontaktnetzwerk auf der Leitungsebene zu erweitern. Oft geht es hierbei auch darum, dass ein Wissenstransfer stattfindet zwischen älteren Kollegen, die in absehbarere Zeit aus dem Berufsleben ausscheiden, und der nachrückenden Generation. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein wichtiges Instrument, um eventuell vorhandenen Nachwuchsproblemen zu begegnen.