Personalgewinnung mit Frechmut

Buch-Vernissage mit Jörg Buckmann & der Manpower Group

 

Stephan Rathgeber, Buckmann, Millennials, frechmut, Führung

Seit kurzem ist die 2. Auflage von «Einstellungssache: Personalgewinnung mit Frechmut und Können» von einem der bedeutendsten Personalmarketingexperten, Jörg Buckmann, im Handel.

Das Besondere: der Autor speist nicht nur von seinen eigenen Erfahrungen, sondern holt sich zahlreiche Experten mit ins Boot. Teil der illustren Runde: Stephan Rathgeber, Director Marketing, Communications & Digital der ManpowerGroup Deutschland mit seinem Beitrag: «Millennials in der Arbeitswelt: neue Generation, neue Spielregeln?». Das war ein guter Anlass für uns den Autor und weitere Gastautoren, sowie erfahrene HR Direktoren in die ManpowerGroup Deutschland Zentrale einzuladen für eine Buch-Vernissage mit lebhaftem Austausch zum Thema Recruiting und Millennials.
Unter den Gästen waren auch, Oliver Mattern und Jan Willand von MenschMark, Henner Knabenreich und Henrik Zaborowski, vier führende Influencer auf dem Gebiet Personalmarketing


Das Video zum Millennials Beitrag finden Sie hier: 

 

Einige Leser mögen sich jetzt denken: “Wirklich, Millennials - schon wieder?”

 

Ja, tatsächlich schon wieder diese Generation, für die die Google Suche fast doppelt so viele Suchergebnisse ausspuckt wie für andere Generationen. Anhand der sehr lebhaften Diskussion mit den Gästen haben wir gemerkt, dass immer noch viel Gesprächsbedarf da ist. Die vielleicht entscheidendste Frage des Abends war: “Muss sich HR auf die Millennials einstellen - oder müssen die Millennials sich stärker anpassen an die Arbeitgeber?” und noch essentieller: “Ist diese Generation wirklich anders als die Generationen vor ihnen?”. Eine einheitliche Antwort kann es zu beiden Fragen nicht geben.


Aber anhand der Ergebnisse unserer weltweiten Studie “Millennials im Karrieremarathon” haben wir zwei Erklärungsansätze gewagt:
Zu Frage 2: Ja, es gibt sie! Jede Generation wird vor allem durch die Umwelt geprägt in der sie aufwächst. Das bedeutet nicht, dass Millennials völlig andere Menschen sind und alle über einen Kamm geschert werden können, doch eine Tendenz lässt sich erkennen:

 

  1. Wertschätzung ist für sie nicht mehr nur eine Frage der gerechten Vergütung. Themen wie zeitnahes, regelmäßiges Feedback, gute Kollegen und flexibles Arbeiten gehören zu einem Gesamtpaket, das über die Auswahl des potentiellen Arbeitgebers entscheidet.
  2. Sicherheit wird anders definiert. Sie wissen, dass die Art von Sicherheit die ihre Eltern und Großeltern hatten so auf dem Arbeitsmarkt zum Großteil nicht mehr existiert. Sie definieren Sicherheit nicht mehr mit Arbeitsplatzsicherheit sondern mit Arbeitsmarktattraktivität. Heißt: sie investieren viel Zeit und auch eigenes Geld in ihre Weiterbildung um fit für den Arbeitsmarkt zu bleiben.
  3. Auszeiten. Die klassische Karriereleiter verliert für Millennials an Bedeutung. Längere Auszeiten für die Erziehung der eigenen Kinder, Reisen und Weiterbildung ist ihnen zu wichtig für eine steile, pausenlose Erklimmung der Karriereleiter. Karrierewellen entsprechen eher der Realität mit mehreren Unterbrechungen und auch Neuausrichtungen zwischendurch.


Zu Frage 1: Hier gibt es noch weniger eine eindeutige Antwort. Klar ist aber: Kein Unternehmen kann es sich mehr leisten, diese Generation einfach zu ignorieren. Sie hat ihre Besonderheiten und ein gezieltes Employer Branding hilft dabei, diese Generation anzusprechen. Ebenso entscheidend ist das Thema Kultur. Mittlerweile arbeiten fast 5 Generationen miteinander in Unternehmen. Die Führung in Unternehmen hat die klare Aufgabe, hier Brücken zu bauen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, mit gegenseitigem Lernen.

 

Soweit die Studie. Das wirklich wertvolle an diesem Abend aber waren die zahlreichen Meinungen und Beobachtungen der Gäste, die ihre eigenen Erfahrungen widergespiegelt haben. Entweder als Vorgesetzter oder Kollege von Millennials, als Mentor für Millennials oder als Elternteil von Millennials. Die Erfahrungen haben viele Schnittmengen aber auch Unterschiede. Der entscheidende Faktor dabei: Frechmutig auf diese Generation zuzugehen. Offen im Dialog mit ihr zu stehen. Sie zu fordern, zu fördern, zu fragen, zu hinterfragen und gemeinsam einen Weg zu finden, der passt. Denn eins ist sicher. Millennials definieren die Arbeitnehmer-Arbeitgeber Beziehung neu.