Personalmanagement im Industrie 4.0 Zeitalter: Teil II - Die Antwort: Agiles Arbeiten für schnelle Zeiten

Im ersten Teil unserer Blogserie zu “Personalmanagement im Industrie 4.0 Zeitalter” haben wir die veränderte Realität beleuchtet in der Unternehmen heute arbeiten.

In Teil II befassen wir uns mit der Arbeitsweise die so eine neue Realität verlangt.

 

Gespräch Business Man Frau

Wenn sich Produkte, Geschäftsmodelle und die Arbeit selbst weiterentwickeln, müssen Unternehmen dasselbe tun. Um im schnelllebigen Umfeld unserer Zeit erfolgreich zu sein, müssen sie wendiger werden und sofort auf neue Anforderungen und Entwicklungen reagieren können. Eine Antwort auf diese Herausforderung ist das agile Arbeiten. Nicht der Chef oder die Führungskraft gibt dabei wie in einer klassischen, hierarchischen Organisation, jeden Arbeitsschritt vor und trifft alle Entscheidungen. Hierarchie und starre Strukturen werden von flexiblen Teams und transparente Kommunikation abgelöst. Projektorientierte Teams werden passend zur jeweiligen Aufgabe über traditionelle Abteilungs- und sogar Organisationsgrenzen hinweg zusammengestellt. Sie arbeiten selbstorganisiert und weitgehend autonom. Sie handeln ergebnisorientiert, vermeiden aufwändige Abstimmungsprozesse, und teilen ihr Wissen effizient über Netzwerkstrukturen.

Agile Unternehmen stellen andere Anforderungen an ihre Belegschaft als traditionell-hierarchische Betriebe. Soziale Kompetenzen gewinnen an Bedeutung, da stärker als bisher Personen aus unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen arbeiten. Für die Mitarbeiter heißt agiles Arbeiten aber auch, die Fähigkeit zu entwickeln, bei Veränderungen rasch dazuzulernen. Um erfolgreich in einer agilen Umgebung arbeiten zu können, benötigen die Mitarbeiter des Weiteren laut Professor Manfred Becker von der Martin-Luther-Universität Halle „die Fähigkeit zum ‚Prinzipientransfer‘, die Befähigung, Wissen und Können in andere und neue Tätigkeiten zu transformieren“. Auch Führungskräfte müssen sich auf neue Anforderungen und ein neues Verständnis von Leitung einstellen. Kommandieren und kontrollieren – das funktioniert in Zeiten der Digitalisierung nicht mehr. Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGPF) sieht in Führungskräften agiler Unternehmen keine Experten und Antreiber mehr, „sondern Zuhörer, Ausrichter, Trainer für ihre Teams.“ Sie müssen lernen, statt detaillierter Ziele eher grobe Richtungen vorzugeben und Vertrauen in die Leistung ihrer Teams zu zeigen.

Welche Qualitäten sollten Vorgesetzte haben?

Fachkräfte wollen von ihren Vorgesetzten klare Entscheidungen – und möchten diese dann selbständig umsetzen. Auch ein gutes Teamplay und Entwicklungsmöglichkeiten werden sehr ernst genommen. Frauen stellen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen deutlich höhere Anforderungen an ihre Chefs. Ihnen sind eine gute Zusammenarbeit und klare Kommunikation besonders wichtig. Unter diesem Aspekt legen sie auch mehr Wert auf die sogenannten Soft Skills.

 

 

Quelle: K&K Trendbuch

 

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