Recruiting im Internet: Mobil optimiert bitte!

Ein Artikel von Martin Wutz 

Die Generation Y bewirbt sich heute per PC und Smartphone gleichermaßen. Mehr als jeder zweite Jobsuchende ist bei der mobilen Jobsuche schon mal auf ein Stellenangebot aufmerksam geworden. Das haben die Blogger-Kollegen von Absolventa Jobnet zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgefunden.


Für Unternehmen auf Personalsuche ist die Botschaft klar: Ihre Jobangebote müssen auch auf Smartphones und Tablets lesbar sein – und am besten auch gleich auf Smartwatches. Eine Optik, die sich an verschiedene Geräte anpasst, ist der erste Schritt. Das reicht aber nicht. Kandidaten möchten sich heute gleich über Handy oder Tablet bewerben, die Anzeige mit Freunden auf Facebook, Twitter oder Xing teilen oder sich das Jobangebot per E-Mail auf den PC schicken. Wichtig sind deshalb viele Optionen, damit Kandidaten die mobile Jobsuche aktiv nutzen können.

 

Mobile Bewerbung erleichtern


Doch es geht noch besser: Um sich von unterwegs aus zu bewerben, können die Kandidaten mit wenigen Klicks persönliche Informationen eingeben und Dokumente anhängen. Das Unternehmen kann ihnen dabei helfen. Bewerbungswege lassen sich so verkürzen und über soziale Netzwerke und Cloud-Dienste leiten. Viele dort bereits hinterlegte Profildaten und Dokumente können automatisch in Bewerbungsformulare übertragen werden.

Große Unternehmen setzen mobile Bewerber-Managementsysteme bereits um. ManpowerGroup unterstützt seine Kunden mit einem speziellen Recruiting-as-a-Service-Angebot. Ein Beispiel ist Bombardier.

Der Personaldienstleister bietet seine Online-Jobsuche komplett mobile-optimiert an. Großzügige Icons sorgen für den nötigen Lesekomfort. Persönliche Profildaten lassen sich aus Facebook und Xing in die Bewerbung einlesen. Über Dropbox und Google Drive können Kandidaten online abgelegte Lebensläufe und Zeugnisse direkt an die Bewerbung anhängen. Eine Anleitung erklärt dem Bewerber die notwendigen Schritte. Probieren Sie es gern einmal aus.

Jobsuche über Xing und Co. ist noch nicht gelernt


Recruiting über mobile Geräte wird mit Sicherheit bald ganz natürlich sein. Das gilt auch für soziale Netzwerke. Allerdings spielen Facebook, Twitter bei der Suche nach einem Arbeitsplatz noch eine untergeordnete Rolle – auch unter eingefleischten Web-2.0-Usern. Selbst Xing und LinkedIn sind noch nicht erste Wahl. Die Plattformen bauen ihren Service allerdings laufend aus. Unternehmen sollten diese Kanäle also weiter im Auge behalten.