Sicherheit am Arbeitsplatz

Sicher und gesund am Arbeitsplatz: Chefs haben Fürsorgepflicht

 

Egal ob Sie in einer Fabrik, auf Baustellen oder am Schreibtisch arbeiten: Ihr Arbeitgeber muss für Ihre Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen. Natürlich bergen manche Jobs mehr Gefahren oder bringen höhere Gesundheitsbelastungen mit sich als andere. Viele sind zum Beispiel täglich im Auftrag ihrer Firma im Straßenverkehr unterwegs, andere hantieren im Labor mit gefährlichen Substanzen. Aber Unfälle können überall passieren. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat allein für das Jahr 2012 insgesamt 1.061.365 meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle erfasst. Hat dabei ein Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht vernachlässigt, drohen ihm juristische Konsequenzen.


Wer ist für Zeitarbeitnehmer verantwortlich?

 

Wie es mit den Zuständigkeiten in der Zeitarbeit aussieht, ist vielen oft nicht klar – schließlich ist der Arbeitnehmer bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, sein tatsächlicher Arbeitsplatz befindet sich aber woanders. Dieses Einsatzunternehmen hat die Pflicht, die Zeitarbeitsfirma im ersten Schritt über alle Voraussetzungen informieren, die Mitarbeiter mitbringen müssen. Dazu können auch gesundheitliche Aspekte zählen. Auch über spezielle Gesundheitsrisiken am Einsatzort muss der Entleihbetrieb vorab informieren.

 

Wenn der Mitarbeiter dann den Job antritt, muss der Entleihbetrieb ihn gründlich am Arbeitsplatz einweisen. Gerade Zeitarbeitnehmer müssen sich schließlich öfter an ein neues Umfeld gewöhnen, sie sollten sich deshalb gut über eventuelle Risiken informieren und bei Fragen zur eigenen Sicherheit nicht zögern.

 

Als eigentlicher Arbeitgeber ist aber auch die Zeitarbeitsfirma in der Pflicht, für die Sicherheit ihres Angestellten zu sorgen. Letztlich kommt es hier darauf an, dass sie mit dem Entleihbetrieb klare Vereinbarungen trifft und im Überlassungsvertrag wichtige Punkte schriftlich regelt, wie etwa, ob der Arbeitnehmer Schutzkleidung benötigt und wer diese gegebenenfalls stellt.

 

Gesundheit ist mehr als Unfallvermeidung

 

Viele Firmen haben inzwischen erkannt, dass sie im Kampf um Fachkräfte mehr tun können und müssen, als nur Unfälle zu vermeiden. Schließlich ist nur ein körperlich und seelisch gesunder Mitarbeiter motiviert und zufrieden. Möglichkeiten der Gesundheitsförderung gibt es viele, angefangen vom Sportgutschein oder Rücken- und Entspannungsübungen bis hin zu persönlichen Gesprächen mit Gesundheitsberatern. Entsprechende Schulungen hat die ManpowerGroup beispielsweise 2008 im Rahmen ihres Projekt GEZA („Gesunde Zeitarbeit“) durchgeführt.