So finden Firmen die richtigen Führungskräfte für das digitale Zeitalter

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, Führungskräfte zu finden, die den digitalen Wandel erfolgreich gestalten und dabei ein Vorbild für andere sind. Das liegt womöglich daran, dass die HR-Verantwortlichen nicht mit modernsten Methoden arbeiten. Derzeit findet im HR-Bereich ein technologischer Wandel statt.

Bisher kam dort vor allem Technologie zum Einsatz, die auf Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung abzielte. Doch nun können Daten Erkenntnisse über das Führungspotenzial eines Mitarbeiters liefern. Gute Führungskräfte zeichnen sich heutzutage durch andere Eigenschaften aus als früher. Darüber hinaus unterscheiden sich die Anforderungen für Entscheider je nach Unternehmensgröße und Branche. Deshalb haben die Karriere-Experten von Right Management, die zur ManpowerGroup gehören, das P3-Führungsmodell entwickelt. Es zielt darauf ab, die Führungskräfte zu identifizieren und zu fördern, die in der Arbeitswelt von heute benötigt werden.


Gute Führungskräfte brauchen vier Eigenschaften

Das P3-Führungsmodell misst vier wesentliche Faktoren: Anpassungsfähigkeit, Innerer Antrieb, Ausdauer und Aufgewecktheit. Diese Eigenschaften sind wichtig, um in Zeiten des Wandels ein Vorbild sein zu können. Das Modell identifiziert außerdem drei Kompetenzbereiche, die trainiert werden können. Zu jedem Kompetenzbereich gehören mehrere Fähigkeiten, an denen eine Führungskraft arbeiten kann. Mithilfe des P3-Führungsmodells sind Unternehmen dazu in der Lage, Einblicke in das Verhalten von Führungskräften zu gewinnen und einen individuellen Personalentwicklungsplan zu erstellen.

Abhängig vom Bedarf des Kunden, wird das Modell individuell angepasst. Wie zum Beispiel für den Kunden TomTom, einem der weltweit führenden Entwickler von Navigationstechnologie und Unterhaltungselektronik. Während der digitalen Transformationsphase des Unternehmens wurden dessen Führungskräfte nach dem P3-Führungsmodells bewertet. Auf diese Weise wurde innerhalb eines halben Jahres das Führungspotenzial von 750 Managern in 35 verschiedenen Ländern untersucht. Dank dieser Erkenntnisse konnte TomTom die richtigen Führungskräfte ausfindig machen, um den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten.

Datenanalyse verringert Befangenheit bei der Personalauswahl

Wer sich bei der Einstellung und Förderung von Personal nicht nur auf sein Bauchgefühl verlässt, sondern auch auf eine datengesteuerte Potenzialanalyse, findet Führungskräfte, die sich abheben. Es ist nämlich erwiesen, dass Menschen eher Mitarbeiter einstellen, die ihnen ähnlich sind. Diese Befangenheit kann durch professionell gestaltete Job-Interviews, bei denen datengesteuerte Bewertungen eingesetzt werden, verringert werden. Dank dieser technologischen Unterstützung gelingt es besser, qualifizierte Kräfte mit Führungsqualitäten zu finden, die das Unternehmen im digitalen Wandel braucht.