Social-Media-Kommunikation im Recruiting: Diese Kennzahlen helfen bei der Erfolgsmessung

Social Media im Recruiting? Das ist heute fast schon ein Muss. Aber wie zahlen Social-Media-Maßnahmen auf die Unternehmensziele ein? Um diese Frage zu beantworten, nutzt man Ziele und Kennzahlen.

 

Social Media als wichtiges Tool im Recruiting

Zahlen gibt es genug

Die gute Nachricht ist: Zahlen, an denen man sich orientieren kann, gibt es bei der Nutzung von Social-Media-Kanälen und Analyse-Tools in der Regel mehr als genug. Ablesen lassen sich etwa die Zahl der Follower, die Zahl der Posts, die Zahl der Kommentare oder neuer Kontakte und viele andere Werte. Dazu kommen Quotienten, die sich aus ihnen errechnen lassen.

Die Frage ist allerdings, welche Kennzahlen wirklich aussagekräftig sind. Um diese Frage zu beantworten, muss zuerst ein Ziel für die Kommunikationsmaßnahmen im Recruiting definiert werden. Wie zahlen die Social-Media-Maßnahmen auf die Unternehmensziele oder die Ziele der Personalabteilung ein?

Das Ziel: mehr und bessere Bewerbungen

Das Ziel einer HR-Abteilung könnte zum Beispiel eine effiziente Mitarbeitergewinnung mit Hilfe von Social-Media-Aktivitäten sein. In welchem Maße tragen sie dazu bei, dass die Zahl der Bewerbungen steigt und sich außerdem die richtigen Kandidaten bewerben? Diese Frage ist in diesem Fall der Ausgangspunkt für die Entwicklung von Kennzahlen.

Hier sind einige Vorschläge für Kennzahlen, die es sich lohnt, in diesem Fall im Auge zu behalten:

  • Anzahl der Karriereseitennutzer

Die reine Anzahl der Nutzer auf den Karriereseiten der eigenen Webseite kann gemessen werden, um die Bekanntheit des Unternehmens einzuschätzen. Steigt sie durch die SocialMedia-Aktivitäten?

  • Zahl der Bewerberkontakte

Ob die Zahl der Bewerberkontakte steigt, lässt sich anhand der Kontaktanfragen messen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob sie zum Beispiel auf eine Aktion auf einem Social-Media-Kanal zurückgeführt werden oder zufällig eingehen. Interessant wird es im zweiten Schritt, wenn man auswertet, über welchen Kanal die Kontaktanfragen erfolgen. Diese Auswertungen in regelmäßigen Abständen vorzunehmen, erlaubt es, einen Eindruck davon zu gewinnen, welche Effekt Social-Media-Aktivitäten haben.

  • Zahl der Bewerbungen

Ob eine Steigerung der Bewerberzahl stattgefunden hat, lässt sich durch das Zählen der eingegangenen Bewerbungen messen. Hier ist es sinnvoll, neben Bewerbungen auf dem Postweg, über Online-Formulare oder E-Mail auch Bewerbungen über Xing und LinkedIn zu berücksichtigen – selbst wenn diese mitunter nicht allen Formalien entsprechen.

Auch hier kann ermittelt werden, welche Relevanz die Social-Media-Auftritte des Unternehmens spielen. Dazu wird abgeglichen, wie sich die Zahl der Bewerbungen nach den einzelnen Social Media-Aktivitäten entwickelt hat.

  • Qualität der Bewerbungen

Hierbei wird wiederum gezählt, wie sich das Verhältnis der guten Bewerbungen zu denen, die eher nicht infrage kommen, entwickelt. Berücksichtigt man hierbei auch den Kanal, über den die Bewerbung eingegangen ist, lässt sich auswerten, ob Social-Media-Kanäle dazu beigetragen haben, die Qualität der Bewerbungen zu steigern.  

Andere Ziele, andere Zahlen

Bei anderen Zielen – etwa der Steigerung der Bekanntheit des Arbeitgebers oder einer Employer-Branding-Initiative – können andere Zahlen als Kennziffern sinnvoll sein. Das können beispielsweise die reine Zahl der Follower oder der Besucher einer Webseite sein.
  

Eine gute Hilfestellung zur Entwicklung eigener Kennzahlen und Messmethoden ist der Leitfaden für Erfolgsmessung in Social Media des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW). Als Ergänzung zu Leitfaden hat der BVDW auch eine übersichtliche Matrix veröffentlicht, in der alle relevanten Kennzahlen und Messmethoden übersichtlich dargestellt sind. Anhand diese Werkzeuge sollte es für jedes HR-Team ein Leichtes sein, je nach Ziel eigene Verfahren zu entwickeln, um den Erfolg der Social Media-Aktivitäten nachzuweisen.