Soft Skills: Diese Vorteile haben Hobby-Trainer im Job

Lange Auswärtsfahrten, weinende Kinder, verregnete Trainingseinheiten: Das Trainieren einer Sportmannschaft verlangt viel Ausdauer und Durchhaltevermögen. Oft wird der Job ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft gemacht. Und nebenbei eignen sich Trainer wichtige Kompetenzen an, die sich auch im Job bezahlt machen können. Warum nicht im nächsten Jahresgespräch mal den Vorgesetzten darauf hinweisen? 

 

Die Kompetenzen eines Coaches sind vielfältig

Im Idealfall vereint ein Trainer vier Kompetenzbereiche: fachliche, methodische, soziale sowie personale Kompetenz. Dabei ist besonders die Sozialkompetenz wichtig, um eine Mannschaft zu führen. Gerade Jugendtrainer sollten diese Führungsqualitäten besitzen, um gegenüber pubertierenden Jugendlichen als Autoritätsperson aufzutreten. Dabei müssen sie ihr Führungsverhalten flexibel an die jeweilige Situation anpassen und Fähigkeiten, Alter und Potenzial der Sportler berücksichtigen. Außerdem ist der Trainer für die Teambildung der Mannschaft hauptverantwortlich. Er braucht ein Gespür dafür, Konflikte und Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft früh und offen zu erkennen und anzusprechen. Mit einem guten Trainingsmanagement unterstreicht ein Trainer unterdessen seine hohe methodische und fachliche Kompetenz. Dazu zählen die Planung, Steuerung und Auswertung der Trainingsinhalte. Die personalen Kompetenzen beziehen sich auf die Charaktereigenschaften eines Trainers. Hier geht es vor allem um Belastbarkeit, Selbstständigkeit, Offenheit und Vertrauenswürdigkeit.

Trainer bringen wichtige Soft Skills für den Job mit

Die idealen Eigenschaften eines Coaches sind auch im beruflichen Kontext wichtig. Denn wer beispielsweise als Fußballtrainer elf Hitzköpfe auf dem Rasen bändigen kann, hat genügend Power, um auch im Unternehmen eine Führungsposition zu übernehmen. Entscheidungskompetenz, Problemlösung und Belastbarkeit zählen laut der Studie „Soft Skills 4 Talent“ der ManpowerGroup auch zu den wichtigsten sozialen Kompetenzen im Job. Wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht, sind die sozialen Kompetenzen oft ausschlaggebender als die fachlichen. Auch sind Trainer häufig selbst ehemalige Sportler und unter anderem deshalb besonders gut für Führungspositionen geeignet, wie wir in diesem Blogbeitrag bereits gezeigt haben.   

Ehrenamt im Lebenslauf nicht verheimlichen

Trainerjobs sind häufig Ehrenämter oder nur geringfügig entlohnte Tätigkeiten. Aber aus finanziellen Gründen ist man ohnehin nicht ehrenamtlich tätig. Denn der Antrieb ist in den meisten Fällen ein anderer: Leidenschaft, soziales Engagement oder die Verbundenheit zum Heimatverein. Ein Ehrenamt ist ein Beleg für erworbene Soft Skills und sollte aus diesem Grund im Lebenslauf nicht verschwiegen werden. Allerdings sollten Sie Ihren Trainerjob schon über einen längeren Zeitraum ausführen oder ausgeführt haben. Eine Vertretungseinheit für den erkrankten Trainer des Sohnes zählt nicht als Ehrenamt.

Ehrenamtliche Tätigkeit ist gut für Geist und Körper 

Ehrenämter machen sich nicht nur gut in Ihrem Lebenslauf – sie sind auch gesund! Das haben Forscher der University of British Columbia herausgefunden. Die Wissenschaftler untersuchten die mentale und physische Fitness von Studenten, die einmal pro Woche Freiwilligenarbeit leisteten und verglichen die Werte mit einer Kontrollgruppe. Nach zehn Wochen hatten die Teilnehmer einen niedrigeren Cholesterinspiegel, den besseren Body-Mass-Index (BMI) und waren mental gesünder als die Menschen der Kontrollgruppe. Körperliche Fitness und mentale Stärke, die Sie sich auch durch eine Trainertätigkeit aneignen, sind auch im Berufsalltag wichtig. Ein Ehrenamt bringt Sie also voran – gesundheitlich wie beruflich.