Studie zur Personalplanung

Wie planen eigentlich Unternehmen im Bereich Personal? Gibt es einen Personalplan für mehrere Jahre im Voraus? Wie und wo finden sie geeignete Kandidaten? Diesen spannenden Fragen geht eine Studie des Bundesarbeitsministeriums und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nach. Über 1.200 Personalchefs wurden dafür befragt. Spiegel Online fasste kürzlich einige Ergebnisse zusammen.

 

 

Studie zur Personalplanung

Studie zur Personalplanung: Jeder Dritte sucht Kandidaten über Social Media

 

Auch für Jobsuchende ist die Studie aufschlussreich. Zum Beispiel bestätigt sie erneut, dass es in deutschen Unternehmen einen hohen Bedarf an Fachkräften gibt. 60 Prozent der Personalentscheider gaben an, dass sie in den kommenden zwei Jahren mit einem Fachkräfteengpass in ihrem Unternehmen rechnen.

 

Eher negativ fällt allerdings auf, dass nur wenige Betriebe in Sachen Personal langfristig planen. Zwar haben fast zwei Drittel aller Studienteilnehmer einen Personalplan. Doch insgesamt nur etwa jedes siebte Unternehmen plant dabei über mehr als drei Jahre. Hier machen sich Unsicherheiten in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung bemerkbar, die es auch für Arbeitnehmer oft schwierig macht, die Entwicklung der eigenen Karriere vorherzusagen.

 

Die Autoren der Studie gingen außerdem der Frage nach, wie die Unternehmen dem Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter begegnen. So sucht beispielsweise bereits jeder dritte Personalchef nach potenziellen Mitarbeitern über Plattformen im Internet wie XING, LinkedIn, Facebook oder Twitter – ein deutliches Signal für alle Jobsuchenden, sich mit sozialen Netzwerken näher zu beschäftigen, falls sie es nicht ohnehin schon tun!

 

Wer als Bewerber nicht an seinen Wohnort gebunden und offen für ganz neue Eindrücke ist, sollte auch darüber nachdenken, ob ein Job im Ausland attraktiv wäre. Die Unternehmen jedenfalls suchen längst jenseits von Staatsgrenzen, wie auch die Studie zeigt: Immerhin jeder zehnte Personalleiter gibt an, auch Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren. Siehe dazu auch unseren Erfahrungsbericht aus Irland.