Was es heißt, Arbeitgebermarketing zu leben

Eine Arbeitgebermarke entsteht nicht am Reißbrett, und Employer Branding ist keine einmalige Kampagne. Erfolgreiches Arbeitgebermarketing ist fest in die Arbeitsprozesse integriert und eine interdisziplinäre Aufgabe. Hier unsere Empfehlungen, was es heißt, Arbeitgebermarketing zu leben.

 

Arbeitgebermarke leitet sich aus Unternehmens-DNA ab 

Erfolgreiches Employer Branding richtet sich immer klar an der Positionierung des Unternehmens aus. Das Arbeitgebermarketing stützt sich nahtlos auf die Unternehmensmarke. Die Markenwerte sind die Leitplanken, anhand derer HR-Manager ableiten, wer der ideale Mitarbeiter ist und wie man ihn anspricht. Das Top Management sollte aktiv in das Arbeitgebermarketing eingebunden sein, um Unternehmenspositionierung und Employer Branding aufeinander abzustimmen. 

 

HR und Marketing vernetzen

Damit Unternehmens- und Arbeitgebermarke deckungsgleich sind, braucht es Schnittstellen zwischen HR- und Marketingabteilung. So lassen sich Maßnahmen abstimmen und Synergien erzielen. Denn auch HR-Manager werden Blogs und Twitterkanäle betreiben, Aktionen auf Facebook durchführen und kanalübergreifende HR-Marketingmaßnahmen managen. Umgekehrt wirkt sich jede Maßnahme im Produktmarketing indirekt immer auf die Arbeitgebermarke aus.Sich nicht verbiegen

Ein Schlüsselfaktor für gelebtes Arbeitgebermarketing ist Authentizität. Das bedeutet, anderen nicht etwas vorzuleben, was man in Wahrheit nicht ist. Auch Unternehmen sollten sich nicht als jung und dynamisch präsentieren, wenn man in der Praxis vor allem auf Pünktlichkeit setzt und hierarchisch organisiert ist. Überprüfen Sie regelmäßig Identität und Werte der Arbeitgebermarke. Stimmt das offizielle Selbstbild auch wirklich mit der gelebten Realität?

 

Mitarbeitern vertrauen

Gelebtes Arbeitgebermarketing kommt ohne großen HR-Policy-Katalog aus. Das Budget lässt sich besser in Schulungen investieren, verantwortlich zu handeln. Unternehmen sollten ihren Angestellten stattdessen das Vertrauen schenken, frei über das Unternehmen zu sprechen. Sorgen Sie umgekehrt dafür, dass Ihre Mitarbeiter Ihnen mehr vertrauen. Interne Kommunikationsmittel helfen hier. Chefs, die häufig offen aussprechen, wie stolz sie auf die Arbeit ihrer Team-Mitglieder sind, stärken das Vertrauen in die Führung.

 

Employer of Choice bleiben

Was Unternehmen häufig vergessen: Employer-Branding-Maßnahmen richten sich nicht nur Kandidaten. Die bestehenden Mitarbeitenden sind die erste und wichtigste Zielgruppe im Arbeitgebermarketing. Wichtig sind auch die Alumni. Beide Gruppen leben die Markenwerte, tragen sie nach außen und besitzen eine gewisse Loyalität zur Marke. Erst wenn sie im Sinne des Unternehmens reden, kann Employer Branding erfolgreich sein. Einwegkommunikation reicht dabei nur bedingt. Vielmehr muss ein Unternehmen den Dialog mit einer Zielgruppe suchen, interaktiv gestalten und steuern.