Was sieht die Personalarbeit der Zukunft aus? Eine Expertin verrät es.

Interview mit Anke Anderie, Leiterin im Bereich Human Ressource bei der ManpowerGroup.

Welche Veränderungen, speziell im HR Bereich, sind wichtig?

Anke Anderie: Hier spielen vor allem HR-Kernprozesse eine wichtige Rolle. Modernes Personalmanagement mit den Segmenten Planung, Recruiting, Onboarding, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung sowie der gesamte „Employee Lifecycle“ sollten auf einer gemeinsamen soliden Datenbasis im Unternehmen stehen. Mit einer höheren Automatisierung, sprich auch Digitalisierung, sollte auch die Handhabung der Prozesse zudem benutzerfreundlich sein. Damit sind auch „Leistungskataloge“ für die einzelnen HR Kernbereiche gemeint, auf die das „Business“, das heißt der Kunde zugreifen kann.

Welche Tools, Apps oder Produkte sind in der Personalarbeit besonders wichtig?

Anke Anderie: Die Basis für ein Unternehmen unserer Größenordnung ist ein funktionierendes HRIS (Human Ressource Information System). So ein System ermöglicht den schnellen Zugriff auf alle relevanten Daten. Das Tool muss ein Bewerbermanagement genauso enthalten wie Onboarding-Aktivitäten bis hin zu Beurteilungen und der Planung der Nachfolge. Idealerweise gibt es das auch voll mobil nutzbar.

Wie sieht für Sie die Personalarbeit in der Zukunft aus?

Anke Anderie: Die Personalarbeit muss ganz nah dran sein am täglichen Geschäft, am Kunden. Und damit meinen wir alle Mitarbeiter im Unternehmen. Daraus sollten wir ableiten, was das für die Mitarbeiter in der Zukunft bedeutet. Wir sind ihre Begleiter im Wechsel und wir machen diesen für unsere Kollegen möglich. Unsere Aufgabe ist aber auch eine intensive Begleitung der Führungskräfte und Mitarbeiter bei der Transformation in die digitale Welt. Wir wollen mit ihnen Lernkulturen entwickeln und etablieren. Sie sind und bleiben in der Zukunft unsere wichtigste Ressource im Unternehmen. So sichern wir uns langfristig den Erfolg auf dem hart umkämpften Markt der Personaldienstleister.