Welcher Karrieretyp sind Sie?

Nur Geld verdienen, das ist heute lediglich für eine Minderheit der Deutschen der Grund, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Laut einer neuen Befragung wollen 36 Prozent die eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen im Job einsetzen und ausbauen. Die Aussage „Arbeit ist ein Teil von mir“, können 44 Prozent unterschreiben und sehen diese damit als identitätsstiftend an.

 

Karriere, typen, Business, Gruppe

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der ManpowerGroup, für die 795 Bundesbürger  im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden.

Anhand der Studie lassen sich grundsätzlich zwei Karrieretypen ausmachen. Auf der einen Seite die eher jobfokussierten Arbeitnehmer, auf der anderen die Karrierefokussierten. Was sie vereint: Eine sinnvolle Arbeit zu haben ist beiden Karrieretypen mehrheitlich wichtig. Worin sie sich unterscheiden: in ihrer Motivation und ihren Ansprüchen und Wünschen an ein erfülltes Berufsleben. Für die karriereorientierten Arbeitnehmer ist ihre Tätigkeit vor allem eine Gelegenheit um:

  1. ihre Fähigkeiten einzubringen und Neues zu lernen: 77 Prozent
  2. sich täglich zu verbessern und in ihrem Bereich Experte zu werden: 71 Prozent
  3. neue Fähigkeiten zu erwerben: 67 Prozent


Diese Aspekte stehen für nur rund ein Drittel der Jobfokussierten im Vordergrund. Ihnen geht es mehr darum,

  1. nach Feierabend auch mal abzuschalten und die Arbeit auszublenden: 77 Prozent
  2. auch mal länger bei einem Arbeitgeber zu bleiben: 61 Prozent
  3. ihre Position im Unternehmen lieber nicht zu wechseln: 50 Prozent

 

Wem es nur um den Job geht, der guckt stärker aufs Geld

Den jobfokussierten Arbeitnehmern ist eine gute Bezahlung wichtiger als den Karriereorientierten. Bei letzteren ist zugleich die Bereitschaft zu Überstunden ausgeprägter: 57 Prozent sagen, ihnen mache das nichts aus. Diese Einschätzung teilt nur jeder Dritte der Jobfokussierten.

Für diejenigen, die sich mit ihrem Job identifizieren, ist die Bezahlung nicht so wichtig. Ihnen geht es eher darum, wie sie sich persönlich weiterentwickeln können.

Prioritäten bei der Wahl des Jobs?

Dass die beiden unterschiedlichen Karrieretypen auch unterschiedliche Prioritäten setzen, wird noch einmal besonders deutlich, wenn es um die Entscheidung für einen neuen Job geht. Stehen zwei Angebote zur Wahl, ist für die jobfokussierten Arbeitnehmer die Frage klar: Sie entscheiden sich für die Position mit der besseren Bezahlung. Für 82 Prozent von ihnen ist dieser Punkt ausschlaggebend. Für jeden Zweiten spielt auch die Frage, wie gut der Arbeitsweg zu bewältigen ist, eine Rolle. Von den Berufstätigen, die sich eher mit ihrem Job identifizieren, sagen nur 61 Prozent, dass die Bezahlung für die Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten wichtig ist. Die Chancen, neue Fähigkeiten zu erlernen, und die Entfaltungsmöglichkeiten und –perspektiven spielen ebenfalls eine große Rolle bei der Entscheidung.

Zeitarbeit bietet vielfältige Erfahrungen

Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist auch, dass für jeden zweiten Befragten  Zeitarbeit grundsätzlich eine denkbare Form der Beschäftigung ist. Aber nicht einmal bei dieser Entscheidung geht es deutschen Arbeitnehmern hauptsächlich um das liebe Geld. Im Vordergrund steht vielmehr, in interessante Jobs hinein zu schnuppern und sich in unterschiedlichen Rollen auszuprobieren.

Über die Studie

Die Studie „International Candidate Tracking“ basiert auf einer Online-Befragung von weltweit 9.551 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup im November 2016 durchgeführt. In Deutschland waren es 795 Befragte.