Wer ist für die Förderung von weiblichen Führungskräften verantwortlich?

Heute werfen wir Licht darauf, wer im Unternehmen welche Verantwortung trägt um Frauen den Weg nach oben zu ebnen.

 

© Production Perig

Im letzten Teil unserer Joblog Serie zur neuen Studie der ManpowerGroup “Frauen in Führungspositionen”, stellten wir Ihnen einen Leitfaden vor, der nicht nur mehr Frauen in Führungspositionen bringt, sondern auch noch den Wert des Unternehmens steigert und die Unternehmenskultur attraktiver gestaltet. 

 

Wunschdenken, Geduld und ein Laissez-faire-Ansatz führen nicht zum Erfolg. Veränderungen gehen von der Unternehmenskultur, nicht von der Politik aus. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte glaubt, dass der Schlüssel zur Förderung weiblicher Führungskräfte in der Schaffung einer genderneutralen Unternehmenskultur liegt. 58 % der Befragten meinen, dass die Unternehmen hier in der Verantwortung stehen und nicht die einzelnen Mitarbeiter.    

„Der CEO und das Management müssen die Initiative ergreifen und Veränderungen herbeiführen. Die Verantwortung liegt nicht bei einer bestimmten Abteilung.“ Etablierte weibliche Führungskraft, Bauwesen, Asien-Pazifik

12 % der etablierten Führungskräfte sind der Meinung, Nachwuchsführungskräfte sollten geduldig sein und warten, bis sie entdeckt werden. Eine solche Laissez-faire-Haltung belohnt jedoch meist diejenigen, die am lautesten über ihre Erfolge prahlen. Unabhängig vom Geschlecht geht auf diese Weise Vielfalt verloren. 

Beunruhigend ist auch, dass ein Drittel der weiblichen Millennials sagt, es gebe in ihrem Unternehmen niemanden, der Frauen auf ihrem Weg nach oben unterstützt und sich für das Ziel der Gleichstellung einsetzt. Ebenfalls beunruhigend: 32 % der männlichen Führungskräfte finden, dies liege in der Verantwortung der HR-Abteilung und nicht in der eigenen. Ohne klare Zuständigkeiten wird sich jedoch nichts ändern. CEOs und leitende Führungskräfte müssen sich zur Gleichstellung bekennen und mit Worten und Taten für Gendergerechtigkeit eintreten. 

„Die Unternehmensleitung muss sich für das Thema einsetzen, indem sie Frauen mehr Chancen gibt und ihnen mehr Aufgaben überträgt. Sie sollte Strukturen schaffen, in denen Frauen an allen Unternehmensebenen und Unternehmensbereichen teilhaben. Taten sind wichtiger als Worte.“ Weibliche Nachwuchsführungskraft, Telekommunikationssektor, Asien-Pazifik

Wie können Führungskräfte Frauen auf dem Weg nach oben unterstützen?

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Frauen wollen keine Gefälligkeiten, sondern lediglich eine gleichberechtigte Teilhabe. Bei der Frage, wie Frauen auf dem Weg nach oben unterstützt werden können, nannten weibliche Millennials Flexibilität: Um die Ungleichbehandlung zu überwinden, sollte stärker ergebnisorientiert gedacht werden, so dass Frauen selbst entscheiden können, wann und wo sie ihre Arbeit erledigen. Männliche Millennials sagen zudem, Führungskräfte sollten mit Kolleginnen zusammenarbeiten und den weiblichen Führungsnachwuchs aktiv fördern. Im besten Fall zeigen männliche Führungskräfte ihr Engagement dadurch, dass sie Frauen gezielt fragen, was sie für ihre Karriere am meisten brauchen. Das sind doch immerhin gute Nachrichten. 

Frauen der Generation X und der Baby-Boomer-Generation legen am meisten Wert auf flexible Arbeitsmodelle und zeigen sich besonders frustriert darüber, dass der physischen Anwesenheit (oder, wie es eine US-Führungskraft formuliert, „butts in chairs“) noch immer mehr Bedeutung beigemessen wird als den Arbeitsergebnissen. Vertreter dieser Generationen wollen, dass Führungskräfte ihren Worten Taten folgen lassen und sich dafür einsetzen, eine Kultur der bewussten Gleichstellung zu schaffen. Außerdem wünschen sie sich Mentoren und Schulungen. Mentoren mögen zum beruflichen Wohlergehen beitragen und können als Sparringspartner dienen, stoßen jedoch nicht die Karriere ihrer Mentees an. Im Gegensatz dazu setzen Förderer sich aktiv für den Einzug von Frauen in die Führungsetagen ein. Diesen entscheidenden Unterschied sollten Führungskräfte in ihrem Handeln berücksichtigen. 

„Mentoren helfen Frauen beim Überleben – Förderer verhelfen ihnen zum Erfolg.“ Mara Swan, ManpowerGroup Executive Vice President, Global Strategy and Talent & Global Brand Lead for Right Management