Studie zur Arbeitsmotivation: Das spornt die Deutschen an

 

  • Für zwei Drittel sind der gute Draht zu Kollegen und Chefs entscheidend
  • Flexible Arbeitszeiten wirken weniger motivierend als 2014

Eschborn, 12. Mai 2015 – Das gute Verhältnis zu Kollegen und zum Chef ist der Top-Motivator der Deutschen im Job. 65 Prozent der Arbeitnehmer gehen mit mehr Spaß an die Arbeit, wenn sie mit anderen Mitarbeitern und Vorgesetzten gut auskommen. Möglichkeiten zur freien Zeiteinteilung spornt nur noch jeden zweiten Mitarbeiter an, 2014 waren es noch zwei Drittel. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Arbeitsmotivation 2015“ der ManpowerGroup Deutschland. Im Frühjahr 2015 wurden dafür über 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

 

Gegenüber dem Vorjahr sinkt die Zustimmung zu fast allen wichtigen Motivationsfaktoren. „Das passt zu unserer Studie zur Jobzufriedenheit. Diese zeigt, dass die Arbeitnehmer generell unzufriedener im Job sind als 2014“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. Für den Arbeitsexperten ist dies ein Zeichen der anziehenden Konjunktur: „Die Mitarbeiter sind derzeit stark ausgelastet. In diesen stressigen Zeiten wirken ein ernstgemeintes und gut platziertes Lob vom Chef sowie der Zusammenhalt im Team besonders motivierend.“

 

Die zehn wichtigsten Faktoren für die Motivation der Arbeitnehmer in Deutschland:

 

  1. Gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten: Der menschliche Faktor zählt: 65 Prozent der Befragten sind motivierter im Job, wenn sie mit Kollegen und Chefs gut klarkommen. 2014 waren es noch 77 Prozent.
  2. Flexible Arbeitszeiten: Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto bleiben wichtige Motivatoren, sind allerdings auf dem Rückzug. Nur jeden zweiten Arbeitnehmer (50 Prozent) spornt flexibles Kommen und Gehen an. Im Vorjahr war dies noch bei 67 Prozent der Fall.
  3. Freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen: Für 42 Prozent der Deutschen ist es wichtig, auch nach Feierabend den Kontakt zu anderen Kollegen zu pflegen und gemeinsam etwas zu unternehmen (2014: 45 Prozent).
  4. Kostenlose Getränke vom Arbeitgeber: Geringer Aufwand, große Wirkung: Für jeden dritten Arbeitnehmer (33 Prozent) sind kostenlose Getränke am Arbeitsplatz motivierend für den Job – ein Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung.
  5. Teamarbeit: 33 Prozent der Arbeitnehmer haben mehr Spaß im Job, wenn sie häufig in Gruppen arbeiten. „Die Arbeitnehmer schätzen zwar den Kontakt zu ihren Kollegen – doch ständige Meetings und Arbeitsgruppen empfinden zwei Drittel eher lästig als motivierend“, sagt Brune.
  6. Ansprechende Raumgestaltung: Die Büroatmosphäre hat auf ebenso wenig Befragte eine motivierende Wirkung. 32 Prozent arbeiten aus eigener Sicht produktiver, wenn die Optik im Büro stimmt (2014: 35 Prozent).
  7. Betriebliche Gesundheitsförderung: Beratung durch den Betriebsarzt und vom Arbeitgeber bezahlte Präventionskurse sind gut für die Motivation. 31 Prozent der Mitarbeiter arbeiten befreiter, wenn sie wissen, dass ihr Unternehmen die Gesundheit der Angestellten fördert (2014: 38 Prozent).
  8. Guter Kaffee: Augen auf beim Kaffeekauf: Für 28 Prozent der Mitarbeiter fördert die Qualität des Koffeingetränks die Motivation am Arbeitsplatz. Guter Kaffee rutscht damit in die Top Ten der Arbeitsmotivatoren (2014: 23 Prozent).
  9. Pflanzen im Büro: Grünpflanzen heben die Stimmung und sorgen für ein besseres Raumklima. 27 Prozent der Befragten können besser arbeiten, wenn Zimmerpflanzen im Büro  stehen (2014: 26 Prozent).
  10. Motivation durch Büromöbel: Mit Investitionen in moderne Bürowelten können Arbeitgeber punkten: 25 Prozent der Arbeitnehmer lassen sich durch zeitgemäßes, ergonomisches Design motivieren – vier Prozent mehr als 2014. Höhenverstellbare Tische etwa beugen Rückenleiden vor.

 

Kleine Zeichen der Wertschätzung des Unternehmens zählen im Vergleich zu Vorjahresbefragung nicht mehr zu den zehn wichtigsten Arbeitsmotivatoren. Für 17 Prozent der Arbeitnehmer (-7 Prozent) sind Blumen zum Geburtstag oder einer Jubiläumsüberraschung ein zusätzlicher Ansporn. Speziell in Stresszeiten rücken dafür praktische Gesten auf, die im Tagesgeschäft helfen. Ein Sechstel der Deutschen spricht beispielsweise auf die Snack-Box mit Süßigkeiten positiv an – im letzten Jahr waren das nur elf Prozent. 14 Prozent (+6 Prozent) finden es motivierend, wenn Kollegen mitdenken und beispielsweise Kuchen fürs Team mitbringen.

 

„Auch wenn sich die Zustimmung zu einzelnen Punkten jedes Jahr verändert, bleiben Wertschätzung, Anerkennung und ein harmonisches Miteinander die entscheidenden Faktoren für die Motivation der Mitarbeiter und damit den Unternehmenserfolg“, sagt Brune. Bei der Auswahl geeigneter Fachkräfte achtet ManpowerGroup daher darauf, dass die neuen Kollegen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich in das Team passen.

 

Über die Studie „Arbeitsmotivation 2015“

 

Die Studie „Arbeitsmotivation 2015“ basiert auf einer Online-Befragung unter 1.011 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im April 2015 vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet.

 

Über die ManpowerGroup

 

Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können.

 

Unter dem Dach der ManpowerGroup agieren in Deutschland an 160 Standorten die Gesellschaften Manpower, Experis, ManpowerGroup Solutions und Right Management. Zusammen mit den Joint Ventures Bankpower, AviationPower und Vivento Interim Services ist die Unternehmensgruppe Vorreiter in der Branchen- und Fachspezialisierung.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.manpowergroup.de.

 

Download der Presseinformation:
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ManpowerGroup_PI_Arbeitsmotivation 2015 (PDF, 125 KB)

 

Download der Infografik:
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Infografik Arbeitsmotivation (JPG, 141 KB)