Auf einen Kaffee mit Karen Hoyndorf
Das HR-Fachmagazins „Personalmagazin“ widmet die letzte Seite einem spannenden CHRO. In Ausgabe 10 mit Karen Hoyndorf, Head of People & Culture bei der MPG.

Im führenden HR-Fachmagazins „Personalmagazin“ gehört die letzte Seite immer einem spannenden Chief Human Resources Officer (CHRO). Diesmal gibt Karen Hoyndorf, Head of People & Culture bei der ManpowerGroup, Einblicke in Ihre Tätigkeit sowie aktuellen Herausforderungen.
Was gehört zu Ihrem Aufgabenbereich?
Kurz gesagt: alles rund um die Menschen im Unternehmen – von Recruiting, Ausbildung, Trainings, Führungskräfteentwicklung, Inhouse Services bis hin zu allen administrativen Aufgaben. Zu unserer Belegschaft gehören die internen Beschäftigten und die Projektmitarbeitenden, die bei uns im Kundeneinsatz sind.
Der Fachkräftemangel beschäftigt viele Unternehmen. Auch Sie?
In vielen Branchen wird es schwieriger, Fachkräfte zu finden. Das merken wir im IT-Bereich, im Business Controlling, aber genauso bei HR-Rollen. Wir müssen darum als Arbeitgeber attraktiv genug sein, um Mitarbeitende zu halten und zu gewinnen. Mein persönliches Learning: Es braucht mehr Fokus darauf, dass die Bedürfnisse bei der Arbeitsgestaltung sehr individuell sind.
Mit Experis bietet die Manpower Group selbst IT-Dienstleistungen an.
Wie reagieren Sie hier auf den Fachkräftewettbewerb? Mit speziellem Sourcing und Weiterbildungsmöglichkeiten, die sich IT-Fachkräfte wünschen. Unsere Antwort ist hier die Experis Akademie, die sowohl Berufsanfängern als auch erfahrenen Mitarbeitenden ein mehrmonatiges Programm bietet, um sich dual weiterzubilden.
Gibt es auch Weiterbildungsprogramme für die Mitarbeitenden in Arbeitnehmerüberlassung?
Ja, wir bieten für unsere internen Beschäftigten und unsere Projektmitarbeitenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Beispielsweise planen wir im Rahmen des Upskillings jährlich circa 10.000 Qualifizierungsmaßnahmen für die Projektmitarbeitenden.
Warum haben Sie mitten in der Pandemie Ihren Job gewechselt?
Ich war im Catering-Bereich tätig und wollte ein Unternehmen suchen, das „pandemieresistenter“ ist – wie die Manpower Group.
War die Branche denn weniger betroffen?
Natürlich hat uns die Pandemie auch getroffen. Denn viele Unternehmen haben erst Stellen in der Arbeitnehmerüberlassung abgebaut. Zugleich aber suchten viele Kunden nach solch flexiblen Arbeitsmodellen.
In Ihrem Lebenslauf fällt auf, dass Sie einige Ehrenämter innehatten oder noch aktiv verfolgen. Was treibt Sie dazu an?
Ich mag es, Impact zu haben und Dinge, die ich selbst gelernt habe, weiterzugeben. Als Personalerin kann ich Themen beeinflussen, die an der Schnittstelle von Unternehmen und Gesellschaft stehen. Dafür steht insbesondere der Goinger Kreis, für den ich mich gerne engagiere

Das Interview ist erschienen im Personalmagazin (Ausgabe 10) - 22.09.2022.
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