Wie Outplacement Beschäftigten bei der Zukunftssicherung hilft

2020 war ein Jahr wie kein anderes. Der Arbeits­markt war bereits im Umbruch, als die Pandemie ausbrach und die Arbeits­welt fast über Nacht auf den Kopf stellte. Als direkte Folge gewann das Outplacement an Bedeutung. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Unter­stützung von Unternehmen, Arbeitnehmer­*innen und der Wirtschaft, sich auf die neue Normalität einzustellen und sich neu zu orientieren.  

Mann sitzt mit Telefon am Ohr am Tisch und tippt mit der anderen Hand auf seinem Laptop

Die plötzliche Veränderung der Arbeits­abläufe führte dazu, dass viele Unter­nehmen umgehend effizienter wurden, indem sie flexiblere Arbeits­bedingungen schufen, einschließlich der Möglichkeit für Mitarbei­tende, vom Home­office aus zu arbeiten.

Die Mitarbeitenden mussten sich rasch Kenntnisse in neuen Technologien wie Video­konferenz­software aneignen, um weiterhin produktiv zu sein und mit ihren Teams und Kunden in Verbindung zu bleiben. Für viele Personal­verant­wortliche führte und führt dies auch zu schwierigen Entschei­dungen in Bezug auf die Verringerung der Anzahl der Beschäftigten. Outplace­ment ist jetzt umso wichtiger, damit den Mitarbei­tenden ein erfolgreicher und wert­schätzender Übergang in einem volatilen Arbeits­markt ermöglicht werden kann.

Im Folgenden werden drei Möglich­keiten aufgezeigt, wie die Weiter­entwicklung des Outplace­ments sowohl Unter­nehmen als auch ihre Arbeit­nehmer­*innen beim Umgang mit Verände­rungen in einer sich ständig wandelnden Wirt­schaft unterstützt.

Nutzen Sie bessere Daten für bessere Ergebnisse

Flexible und mobile Arbeits­beding­ungen haben zur Folge, dass die Mitarbei­tenden noch besser auf den Übergang vorbereitet werden müssen. Arbeit­nehmer­*innen, die in den letzten Jahren an Outplacement-Programmen teilgenommen haben, wechselten vermehrt den Arbeits­platz über Branchen hinweg, aber auch zwischen verschiedenen Positionen. Weltweit fanden 49 % der Klient­*innen, die Outplacement-Programme durch­liefen, eine neue Stelle in einer anderen Branche. Dies ist die höchste Quote von Personen, die in den letzten acht Jahren die Branche gewechselt haben.

Angesichts dieser zunehmenden beruflichen Mobilität müssen Unter­nehmen ebenso agil sein, um Schritt halten zu können. Für Arbeit­geber sind ein positiver ROI und gute Ergebnisse zunehmend wichtige Outplace­ment-Kennzahlen. Um zu verstehen, wo die Stellen zu finden sind und wie der Zugang zu ihnen erfolgen kann, sind bessere Daten erforderlich. Tools wie Total Workforce Index können Unter­nehmen dabei helfen, einen datengesteuerten Ansatz zu entwickeln, der die Markt­kenntnisse in den Outplacement-Prozess integriert.

Kaye Owen, Senior Deployment Managerin bei der Lloyds Banking Group in Großbritannien, erklärt, dass sich ihr Team angesichts des sich schnell verändernden Marktes erheblich anpassen musste. „Wir haben in den letzten vier oder fünf Jahren festgestellt, dass es jetzt viel strategischer zugeht. Wir haben realisiert, wie wichtig es ist, die Kompetenzen der Zukunft zu identifizieren.“ Daten und die Fähigkeit, sie auszuwerten und genau zu analysieren, sind ein wichtiger Teil dieser Entwicklung, und diese Anforde­rungen werden noch weiter zunehmen.

Verbessern Sie Ihre emotionale Intelligenz

Personal­verantwort­liche waren schon vor der Pandemie auf das Wohl­befinden ihrer Beschäftigten ausgerichtet. Die durch die Pandemie verursachten Verlage­rungen verschärften allerdings die Situation, da Arbeit­nehmer­*innen mit beruflichen Über­gängen konfrontiert waren und Tele­arbeiter­*innen zunehmend isoliert wurden.

Als COVID-19 ausbrach, bekam Swiggy, Indiens größter Liefer­service für Essen, die Auswirkungen zu spüren und musste rund 1.100 Mitarbeitende entlassen. Wie viele andere Unter­nehmen weltweit in einer ähnlich schwierigen Situation unter­stützte die Personal­abteilung von Swiggy die Mitarbei­tenden bei der Suche nach anderen Stellen. Aber sie gingen auch einen Schritt weiter und schulten ihr HR-Team in „emotionaler Intelligenz“, einschließlich der Fähigkeit, schwierige Gespräche führen, Vertrauen aufbauen und Bewerber auf Vorstellungs­gespräche vorbereiten zu können, so GirishMenon, Swiggys Vizepräsident Personal. „Die Mitarbei­tenden müssen sich wieder aufrichten können. Unser Team ist darauf geschult, sie dabei zu unterstützen.“

Immer mehr Unter­nehmen erkennen, wie wichtig es ist, dass die Mitarbei­tenden mit einer positiven Einstellung gegen­über dem Unter­nehmen ausscheiden. Das Angebot eines Einzelcoachings ermöglicht es ihnen, aufrichtige Gespräche über die Dinge zu führen, die sie beschäftigen und zu erfahren, wie sie den nächsten Schritt in ihrer beruflichen Laufbahn gehen können.

Bereiten Sie Ihre Mitarbeitenden auf die Zukunft vor

Bis 2025 werden durch Automatisierung und eine neue Arbeits­teilung zwischen Mensch und Maschine weltweit 85 Millionen Arbeits­plätze in mittleren und großen Unter­nehmen in
15 Branchen und 26 Märkten wegfallen.

Arbeitnehmer*innen, die von diesem massiven Wandel betroffen sind, müssen sich dringend weiter­qualifizieren. Die Mitarbei­tenden brauchen Hilfe, um Chancen zu erkennen und ihre übertrag­baren Fähig­keiten von der Orientierung bis zur Ausstiegs­strategie aufeinander abzustimmen. Sie müssen auch agil und anpassungs­fähig sein, wenn sie ihren nächsten Karriere­schritt planen. Die innovativsten Unter­nehmen haben dies erkannt und implementieren Lösungen für das Karriere­manage­ment ihrer Beleg­schaft, um eine skalierbare Karriere­entwicklung zu ermög­lichen. American Express hat beispiels­weise ein Zentrum für Karriere­beratung eingerichtet und Unilever hat ein Programm eingeführt, das Mitarbei­tende an interessanten Projekten teilhaben lässt, um ihnen verschiedene Bereiche näher­zubringen und ihnen den Aufbau neuer Fähig­keiten zu ermöglichen.

Diese Art von Initiativen wird besonders wichtig sein, da die Mitarbei­tenden nicht mehr an einen bestimmten Standort gebunden sind. Die Outplace­ment-Unter­stützung muss global ausgerichtet sein und die Arbeitnehmer­*innen darauf vorbereiten, weltweit Chancen wahrzu­nehmen. Viele Unter­nehmen werden ihre Mitarbeitenden auffordern, in die Büros zurück­zukommen und einige werden froh sein, zurück­kehren zu können. Die Erwartungen der Mitarbei­tenden haben sich jedoch geändert: Nur 12 % wollen wieder Vollzeit im Büro arbeiten und 72 % bevorzugen zukünftig eine Kombination aus Home­office und Büro.

Outplacement-Unterstützung, die Smart Data, emotionale Intelligenz und Entwicklungs­möglich­keiten für gefragte Fähig­keiten kombiniert, wird eine wichtige Rolle dabei spielen, Beschäftigte und Unter­nehmen bei diesen Verände­rungen zu begleiten. So entsteht eine selbst­bewusste, agile und wertvolle Beleg­schaft, die den zukünftigen Heraus­forderungen gewachsen ist – immer und überall.

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