ManpowerGroup Sustainability Report 2025-2026
Pressemitteilung vom 21.10.2026

Schritt halten mit dem KI-Wandel: Qualifizierung wird zum Nachhaltigkeitsfaktor
- Unternehmen suchen Fachkräfte und übersehen die Talente in den eigenen Reihen
- Internationale Praxisbeispiele zeigen, wie gezielte Qualifizierung neue Talentpools erschließen kann
- Human First, Digital Always: Nachhaltige Beschäftigungschancen werden zum zentralen Faktor für langfristigen Unternehmenserfolg
Frankfurt am Main, 21. Oktober 2026 – Künstliche Intelligenz, demografischer Wandel und wachsende Kompetenzlücken verändern die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Damit Menschen in diesem Wandel beschäftigungsfähig bleiben, gewinnt Qualifizierung auch für die soziale Nachhaltigkeit von Unternehmen an Bedeutung. Das zeigt der neue globale Sustainability Report 2025-2026 der ManpowerGroup unter dem Leitmotiv „Human First, Digital Always“. Der Bericht rückt dabei neben Klima und Governance insbesondere die Frage in den Mittelpunkt, wie Menschen Fähigkeiten entwickeln und beruflich mobil bleiben können, um auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt langfristig Chancen auf Beschäftigung zu haben
„Technologie kann Unternehmen produktiver machen. Nachhaltig wird die Transformation aber erst, wenn Menschen mit ihr Schritt halten können“, sagt Faris Bećirović, Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „Beschäftigungsfähigkeit bedeutet deshalb mehr, als Menschen einmal für einen bestimmten Job auszubilden. Wir müssen ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln, um auch dann Chancen zu haben, wenn sich Tätigkeitsprofile und Kompetenzanforderungen verändern.“
Nicht das perfekte Profil suchen, sondern vorhandene Fähigkeiten weiterentwickeln
Wie das funktionieren kann, zeigt der ESG-Report anhand internationaler Praxisbeispiele: Beim britischen Technologie- und Verteidigungsunternehmen Babcock International stieß die klassische Rekrutierung von erfahrenen technischen Fachkräften für spezialisierte Aufgaben an ihre Grenzen. Die Experis Academy erweiterte deshalb den Talentpool um Menschen aus angrenzenden Berufsfeldern sowie ehemalige Angehörige der Streitkräfte. Mit gezielter Qualifizierung konnten so vorhandene Fähigkeiten auf neue technische Aufgaben übertragen werden.
Weitere europäische Beispiele zeigen, wie Qualifizierung unmittelbar an konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten gekoppelt werden kann. Die Experis Academy arbeitet dazu unter anderem mit Technologieanbietern wie AWS und SAP zusammen und entwickelt Trainings für Plattformen und Kompetenzen, die die Unternehmen aktuell benötigen. In Italien und Griechenland werden beispielsweise sogenannte Train-to-Hire-Programme rund um SAP angeboten: Teilnehmende werden gezielt für entsprechende Tätigkeiten qualifiziert, mit dem Ziel, sie anschließend in passende Jobs zu vermitteln. Im spanischen Aragón richtet sich die Qualifizierung unter anderem auf AWS-Kompetenzen; laut Report entstehen dort voraussichtlich mehr als 1.800 zusätzliche AWS-bezogene Beschäftigungsmöglichkeiten. Insgesamt nahmen 2025 mehr als 6.000 Menschen in zwölf europäischen Ländern an Programmen der Experis Academy teil.
Auch das globale Qualifizierungsprogramm MyPath der ManpowerGroup folgt diesem Grundgedanken. Das Programm nutzt Arbeitsmarkt- und Unternehmensinformationen, um zu erkennen, wie KI Tätigkeiten verändert, welche Kompetenzen künftig stärker gefragt sind und daraus gezielte Trainingspfade abzuleiten. Inzwischen zählt MyPath weltweit mehr als 332.000 Teilnehmende und Alumni.
Für den deutschen Arbeitsmarkt liegt darin aus Sicht von Faris Bećirović eine wichtige Erkenntnis: „Deutschland wird den Fachkräftemangel nicht allein dadurch lösen können, dass Unternehmen immer länger nach bereits perfekt qualifizierten Talenten suchen. Wir müssen stärker darauf schauen, welche Fähigkeiten Menschen bereits mitbringen und welche Kompetenzen sich gezielt aufbauen lassen. Der Arbeitsmarkt kann es sich nicht leisten, Menschen auszusortieren, nur weil ihnen ein Teil des Anforderungsprofils noch fehlt.“
Gleichzeitig müssten Unternehmen ihre Personal- und Qualifizierungsplanung stärker vorausschauend ausrichten. „Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Welche Fachkräfte brauchen wir heute? Unternehmen müssen sich auch fragen, welche Fähigkeiten ihre Beschäftigten in zwei oder drei Jahren brauchen werden, damit sie beschäftigungsfähig bleiben und das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Wer erst mit der Qualifizierung beginnt, wenn ein Skill bereits fehlt, reagiert zu spät“, so Bećirović.
„Human First, Digital Always“: Technologie und Menschen gemeinsam entwickeln
Das Leitmotiv des Reports „Human First, Digital Always“ beschreibt auch den eigenen Umgang mit KI: Die ManpowerGroup führt neue KI-Anwendungen nicht isoliert ein, sondern verbindet sie mit Trainings zur praktischen und verantwortungsvollen Nutzung. Mehr als 4.200 Beschäftigte haben umfassendere KI-Trainings absolviert; insgesamt wurden mehr als 30.000 KI-bezogene Trainingssessions absolviert; 81 Prozent der Beschäftigten nutzen KI-Tools demnach täglich.
„Human First, Digital Always" heißt für uns: Wir nutzen Technologie dort, wo sie Menschen und Unternehmen voranbringt. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Beschäftigte die Fähigkeiten entwickeln, um sie sicher und sinnvoll einzusetzen“, sagt Bećirović. „Die Geschwindigkeit technologischer Entwicklung darf nicht dauerhaft höher sein als die Geschwindigkeit, mit der wir Menschen qualifizieren.“
Sustainability Report 2025-2026: weitere Ergebnisse im Überblick
Der aktuelle „Working to Change the World“-Report umfasst die drei Nachhaltigkeitssäulen People & Prosperity, Principles of Governance sowie Planet.
- People & Prosperity:
2025 nahmen weltweit 209.130 Zeitarbeitnehmende an Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen teil; 43,1 Millionen US-Dollar wurden in ihre Weiterbildung investiert. Wie veränderte Recruiting-Strategien zusätzliche Potenziale erschließen können, zeigt zudem ein europäischer Kunde aus der Windenergiebranche: Dort stieg der Frauenanteil im Zuge einer fünfjährigen Workforce-Transformation von unter 8 auf mehr als 38 Prozent. - Principles of Governance:
ManpowerGroup erhielt erneut den EcoVadis-Goldstatus und zählt damit laut Report zu den Top 5 Prozent aller bewerteten Unternehmen. Ethisphere zeichnete das Unternehmen zum 17. Mal als eines der „World’s Most Ethical Companies“ aus. - Planet:
Seit 2019 sind die gesamten Treibhausgasemissionen der ManpowerGroup um 24 Prozent gesunken. Dazu tragen unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien, eine emissionsärmere Fahrzeugflotte, weniger Geschäftsreisen und Maßnahmen in der Lieferkette bei. Die direkten und energiebezogenen Emissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) liegen zusammen 32 Prozent unter dem Basiswert von 2019, die indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) um 22 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Elektrizität lag bei 44 Prozent; allein 2025 gingen die Emissionen aus Geschäftsreisen um 28 Prozent und die lieferantenbezogenen Emissionen um 30 Prozent zurück.
Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download:
> Sustainability Report 2025-2026: Working to Change the World
Über die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Mit rund 6.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerberinnen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup™.
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Dr. Katrin Luzar
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