Arbeitsmarkt in Deutschland: Stabil trotz Rezessionssorgen und Fachkräftemangel
Die Studie der ManpowerGroup, das Arbeitsmarktbarometer Q2-2023, bleibt in der Prognose für den Arbeitsmarkt im zweiten Jahresquartal optimistisch.
ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer zeigt optimistische Jobaussichten auf
Auch wenn die wirtschaftliche Lage nach wie vor für viele Unternehmen unsicher ist: Die Einstellungsabsichten in Deutschland sind für das zweite Quartal 2023 weiterhin positiv. In unserer vierteljährlichen Umfrage – dem ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer – gaben 35 % der Unternehmen an, dass sie für April bis Juni Neueinstellungen planen.
> Zur vollständigen Studie des Arbeitsmarktbarometers Q2-2023

Großunternehmen sind besonders optimistisch. Der Netto-Beschäftigungsausblick (Prozentsatz der Unternehmen, die Neueinstellungen planen, abzüglich jener, die Personal abbauen wollen) beträgt hier +25 %, bei Kleinstunternehmen nur bei +9 %. Besonders gute Jobaussichten bieten sich in München und Berlin, während Frankfurt einen Rückgang verzeichnet.
Es gibt also Grund zum Optimismus, denn der deutsche Arbeitsmarkt ist robust und wird auch in den kommenden Monaten stabil bleiben. Deutschlandweit liegt der Netto-Beschäftigungsausblick bei +19 %, was im Vergleich zum Vorquartal einen Anstieg um einen Prozentpunkt bedeutet.
Zusatzbefragung: 17-Jahres-Hoch bei Fachkräftemangel
Was für Arbeitnehmer durchaus positiv ist, bereitet Unternehmen leider weiterhin Kopfschmerzen: Der Fachkräftemangel bleibt ein großes Problem. Fast 80 % der Arbeitgeber weltweit geben an, dass sie Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Dies entspricht einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr und ist der höchste Prozentsatz in 17 Jahren. Investitionen in die Aus- und Weiterbildung sowie in die Vorbereitung auf die Arbeitsplätze von morgen sind damit wichtiger denn je, denn sie helfen nicht nur dabei, Mitarbeitende zu binden, sondern auch, die Belegschaft nachhaltig für ihre zukünftigen Aufgaben zu befähigen.
Besonders betroffen sind der Energiesektor, die IT-Branche, das Gesundheitswesen und der Bereich Kommunikationsdienste.
In der Zusatzbefragung „Fachkräftemangel“ vom 27.03.2023 lesen Sie weitere Details darüber, welche Hard Skills und Soft Skills aktuell besonders schwer zu finden sind.
