Jobs für die Nachhaltigkeit – Welche Möglichkeiten habe ich im grünen Arbeitsmarkt?

Eine sichere und gesunde Zukunft für Menschen und den Planeten – darum geht es bei der grünen Wirtschaft. Doch was sind grüne Arbeitsplätze?

Grüne Arbeitsplätze für eine nachhaltigere Zukunft - Mitarbeitende im Landwirtschaftsbereich mit Tablet

Im Zuge der Entwicklung, die Nachhaltigkeit fördert und eine bessere Lebens­qualität für alle anstrebt, steigt weltweit die Zahl der sogenannten „grünen Arbeits­plätze“. Auch in Deutschland.

Was sind eigentlich „grüne Arbeits­plätze“?

Die Bandbreite grüner Arbeits­plätze könnte Sie überraschen, denn sie sind in ihren Verantwortungs- und Fach­bereichen enorm vielfältig. Sie entstehen in jeder Branche und in fast jeder Art von Unter­nehmen oder Organisation. Was ihnen allen gemeinsam ist, ist das Hauptziel, eine umwelt­bewusstere und nach­haltigere Zukunft zu schaffen.

Laut der ILO sind grüne Arbeits­plätze diejenigen Rollen in allen Wirtschafts­bereichen (z. B. Land­wirtschaft, Industrie, Dienst­leistungen, Verwaltung), die zur Erhaltung, Wieder­herstellung und Verbesserung der Umwelt und des Klimas beitragen. Grüne Arbeits­plätze verringern die Umwelt­auswirkungen von Unter­nehmen und Wirtschafts­sektoren, indem sie die Energie-, Rohstoff- und Wasser­effizienz verbessern, den Ausstoß von Treibhaus­gasen minimieren, alle Formen von Abfällen und Verschmutzung reduzieren oder ausschließen, Ökosysteme und die biologische Vielfalt schützen oder wieder­herstellen und die Anpassung an die Auswirkungen des Klima­wandels unterstützen. Eben alles, was ein Unter­nehmen tun kann, um umwelt­bewusst zu handeln und das Klima zu schützen.

Immer mehr Branchen bemühen sich aktiv darum, ihre Prozesse zu transformieren, um zur Bewältigung von Problemen wie dem Klima­wandel beizutragen.

Gleichzeitig mit dem grünen Wandel herrscht aber der Fachkräfte­mangel vor. Laut dem Green Business Transformation Report der ManpowerGroup haben 75 % der Arbeitgeber weltweit Schwierig­keiten, die benötigten Fachkräfte zu finden. Wie andernorts auch besteht im grünen Sektor ein erheblicher Bedarf an qualifizierten Arbeits­kräften. Und genau hier liegt Ihre Chance für eine spannende neue Aufgabe.

Nuancen und Berufe im grünen Arbeitsmarkt

Die Suche nach grünen Kompetenzen beschränkt sich keinesfalls auf die „offensichtlichen“ Branchen und Rollen wie Umwelt­beauftragte oder den Energie­sektor. Auch muss man zwischen bereits bestehenden Jobprofilen und neuen Jobprofilen unter­scheiden. Wir haben das einmal für Sie sortiert: Die folgende Übersicht zeigt fünf verschiedene Kategorien auf, um die sich entwickelnden Fähig­keiten und Verantwortlich­keiten in der grünen Wirtschaft widerzu­spiegeln:

Grüne Jobs:
Bestehende Berufe, die zur ökologischen Nachhaltigkeit beitragen, aber keine neuen Fähigkeiten erfordern.

Zum Beispiel: Umweltberater, Energieeffizienztechniker, Nachhaltigkeitsmanager, Wiederaufforstungsspezialist, Wasserwerkingenieur (gn)

„Greening Jobs“:
Bestehende Berufe, die einen immer größeren Einfluss auf den Klima­schutz haben, aber einige neue Fähig­keiten erfordern.

Zum Beispiel: Solarinstallateur, Elektromobilitätstechniker, Abfallmanagement, grüne Bauingenieure (gn)

„Green+ Jobs“:
Neu geschaffene Berufe, welche die grüne Transformation beschleunigen sollen und zahlreiche neue Fähig­keiten erfordern.

Zum Beispiel: Kreislauf­wirtschafts­stratege, Green-Tech-Innovation, Umwelt­bildungs­beauftragte, grüne Produkt­designer (gn)

Grüne Kompetenzen:
Erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten – Hard Skills, Soft Skills und Know-how – für eine klima­freundlichere, nach­haltige Gesell­schaft, die Mitarbeitende eigentlich in allen Unter­nehmen zukünftig benötigen, um ihr Unter­nehmen erfolgreich zu machen.

Zum Beispiel: Umweltrecht, nach­haltiges Design, Monitoring- und Analyse­fähigkeiten, Kenntnisse über Compliance und Audits, usw.

Nicht grüne Jobs:
Berufe, die nicht explizit oder nur indirekt zur ökologischen Nach­haltigkeit eines Unter­nehmens beitragen.

Zum Beispiel: Vertriebs­leiter, Finanz­analyst, Software­entwickler, Marketing­experte (gn)

Von Energie, Landwirtschaft, Bauwesen und Produktion bis hin zu Verkehr, Abfall­wirtschaft, Politik und Forschung gibt es unzählige Möglich­keiten für eine grüne Karriere. Die Liste der grünen Jobs ist lang und vielfältig und entwickelt sich ständig weiter – es lohnt sich also, die Augen offen zu halten! In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden sich womöglich Rollen und Aufgaben heraus­kristallisieren, mit denen wir heute noch gar nicht rechnen können. Aber Sie können sich heute schon darauf vorbereiten.

Berufseinstieg in der grünen Wirtschaft und persönliche Weiter­entwicklung

Neugierde gewünscht: Um in der grünen Wirtschaft Fuß zu fassen, braucht man mehr als nur ein grund­legendes Fach­verständnis – die grüne Transformation erfordert lebens­langes Lernen und eine ständige Weiter­entwicklung der eigenen Fähigkeiten. Neue Technologien, Erkenntnisse und gesetzliche Regelungen bedeuten, dass Menschen in grünen Berufen kontinuierlich am Ball bleiben müssen.

Machen Sie Ihre Technik­leidenschaft zum Beruf: Viele grüne Berufe finden sich im Ingenieur­wesen. Eine Lehrstelle in diesem Sektor anzutreten ist nur eine von vielen Möglich­keiten, berufliche Kompetenzen zu erlernen und zu erweitern. Auch verschiedene Hochschul­abschlüsse widmen sich explizit der Nach­haltigkeit in Unternehmen.

Quereinstieg: Ehrenamtliche Arbeit oder Praktika sind weitere Möglich­keiten, grüne Fähigkeiten zu entwickeln und einen praktischen Einblick in die Komplexität des Umwelt­schutzes zu gewinnen. Ähnlich wie bei einer Ausbildung bieten diese Erfahrungen ein dynamisches Lernumfeld. Übrigens: Wir helfen Ihnen auch bei der Qualifizierung weiter – sprechen Sie uns an.

In unseren Jobboards finden Sie zahlreiche Arbeits­stellen, die alle Nuancen des grünen Arbeits­marktes abdecken. Bewerben Sie sich noch heute und finden Sie mit uns den Job, der zu Ihren Bedürfnissen und Kompetenzen passt!

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