Die Macht der Worte
Words-at-Work-Guide: Ein Leitfaden zu Pronomen am Arbeitsplatz und Tipps zur Förderung einer inklusiven Arbeitskultur.

Die ManpowerGroup fördert Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit im Unternehmen und in unseren Gemeinschaften. Wir unterstützen eine Kultur, in der alle ihr Potenzial entfalten können. Die Unterstützung von LGBTQIA+-Kolleg*innen beginnt mit achtsamen Worten am Arbeitsplatz, um ein Gefühl von Willkommen und Wertschätzung zu schaffen.
Pronomen: Ein Leitfaden
Das eigene Geschlecht definieren die Menschen, die es leben. Achte darauf, deine Mitarbeitenden nicht zu „misgendern“, da falsche Pronomen Unbehagen, Stress und Ängste auslösen können. Im Deutschen ist genderneutrale Sprache komplizierter, da geschlechtsneutrale Pronomen noch nicht etabliert sind und die Grammatik komplexer ist. Daher ist es besonders wichtig, die Präferenzen der Menschen zu berücksichtigen.

Tipps zu Pronomen am Arbeitsplatz
Frag nach, wenn du dir unsicher bist
Vermeide Annahmen und scheue dich nicht, deine Kolleg*innen nach ihren Pronomen zu fragen, wenn du dir nicht sicher bist. Das hilft, die Verwendung gendergerechter Pronomen zu normalisieren, und zeigt, dass du Menschen respektierst und lernen willst.
Versetze dich in ihre Lage
Wenn du Schwierigkeiten hast, zu verstehen, warum die falsche Verwendung von Pronomen jemanden verletzen könnte, denk an deine eigenen Pronomen (womöglich „er“ oder „sie“). Stell dir nun vor, dass jemand immer und immer wieder mit einem anderen Pronomen über dich spricht, auch nachdem du die Person korrigiert hast.
Teile deine eigenen Pronomen mit
Das ermutigt andere dazu, dies auch zu tun, und beweist, dass du die Bedeutung des Mitteilens von Pronomen verstehst.
Lerne aus deinen Fehlern
Wenn du versehentlich ein falsches Pronomen für jemanden verwendest, ist es in Ordnung, dich zu entschuldigen und deinen Fehler einzugestehen. Wenn du es dann besser weißt, nutze künftig die richtigen Pronomen.
Informationen über geschlechtsneutrale Pronomen in anderen Sprachen und zur gendergerechten Sprache auf Englisch:
- ILGA World-Website
- Ressourcenseite zum International Pronouns Day
- Richtlinien der Vereinten Nationen
- Glossar der Human Rights Campaign
10 Tipps für Kunden zur Förderung einer Kultur des Respekts und der Zugehörigkeit für LGBTQIA+-Mitarbeitende
Die ManpowerGroup ist überzeugt, dass Unternehmen zum gesellschaftlichen Wandel beitragen müssen. Daher schaffen wir diverse, inklusive Arbeitsplätze und stellen diskriminierungsfrei ein. Das ist nicht nur ethisch richtig, sondern fördert auch den Geschäftserfolg. Suchst du Rat zu Inklusion und Vielfalt?
Hier sind zehn Tipps für mehr Diversität und Inklusion:
- Informieren Sie sich.
Beginnen Sie mit den Verhaltensstandards des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen an. Sie bieten eine Anleitung, wie man die Rechte von LGBTQIA+-Mitarbeitenden respektiert und unterstützt. - Entwickeln Sie eine effektive und globale Unternehmensrichtlinie zu DEIB (Diversity, Equity, Inclusion, Belonging). Formulieren Sie Verpflichtungen, klären Sie die Verantwortlichkeiten des Unternehmens und der Mitarbeitenden und legen Sie dar, wie bei einem Verstoß vorgegangen wird.
- Stellen Sie die Zustimmung der Mitarbeitenden und des Managements sicher.
Erweitern Sie die Soft Skills Ihrer Mitarbeitenden in Bezug auf Empathie, indem Sie sie mit anderen Standpunkten und Perspektiven konfrontieren. Schulen Sie sie regelmäßig zum Thema DEIB und erwägen Sie, Anreize für Führungskräfte zu schaffen, indem Sie die Verpflichtungen in einem Performance Framework festlegen. - Nutzen Sie Technologie, um Best Practices zu etablieren.
Es gibt Technologien für DEIB, die Unternehmen dabei unterstützen, schnelle Analysen vorzunehmen, Voreingenommenheit zu erkennen und zu reduzieren, mehr Transparenz und Sicherheit einzuführen und Mitarbeiterschulungen durchzuführen. Das Toolkit „Diversity, Equity and Inclusion 4.0“ des Weltwirtschaftsforums hilft Ihnen dabei, technologie- und datengestützte Möglichkeiten zu erkunden. - Schaffen Sie eine Kultur der bewussten Inklusion.
An einem inklusiven Arbeitsplatz fühlen sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gesehen, gehört und wertgeschätzt – nicht, indem sie sich anpassen, sondern indem sie andere Perspektiven einbringen. Um die Kultur wirklich zu verändern, sollten Sie proaktiv Schritte unternehmen, um einen vielfältigen Bewerberpool für Führungspositionen zu fördern und Mitarbeitende zum Thema Inklusion zu schulen und zu motivieren. - Ernennen Sie Führungskräfte mit diesen drei Eigenschaften.
Eine Veränderung der Unternehmenskultur beginnt ganz oben. Bauen Sie ein diverses Führungsteam auf. Ideal sind Führungskräfte mit Neugierde, Bescheidenheit und Mut, die leidenschaftlich gern lernen, demütig Fehler zugeben und die Courage besitzen, sich gegen Ungerechtigkeiten auszusprechen und zu handeln. - Gründen Sie ein Unterstützungsnetzwerk für LGBTQIA+.
Maßnahmen zur Unterstützung der LGBTQIA+-Community sollten im Unternehmen sichtbar sein. Unterstützen Sie beispielsweise LGBTQIA+-Mitarbeitende dabei, eigene Mitarbeitergruppen zu gründen, und geben Sie ihnen die gleichen Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten, die Sie auch jeder anderen Gruppe bieten würden. - Engagieren Sie sich in der Gesellschaft.
Partnerschaften mit lokalen LGBTQIA+- Gruppen wie Jugendzentren, Gemeindezentren, Interessenvertretungen und sozialen Organisationen zeigen ein langfristiges Engagement für LGBTQIA+- Menschen. - Hören Sie zu, entschuldigen Sie sich und lernen Sie aus Ihren Fehlern.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Laufe der Zeit auch mal Fehler machen, ist groß. Dann ist es wichtig, mit Mitgefühl, Anteilnahme und Demut zu reagieren. Schenken Sie der anderen Person Gehör, entschuldigen Sie sich aufrichtig und stellen Sie sich nicht selbst in den Mittelpunkt. - Setzen Sie Ziele und messen Sie Ergebnisse.
Die wichtigsten Entscheidungsträger*innen eines Unternehmens sollten regelmäßige Berichte über den Fortschritt der DEIB-Maßnahmen erhalten. Beauftragen Sie eine Person mit der Überwachung und Leitung von DEIB-Initiativen, Schulungen und Trainings.

Das vollständige Dokument zum Download:
> MPG Pride Words at Work (PDF)
Weitere Informationen zur Förderung von Inklusion am Arbeitsplatz:
> Workforce Resource Hub der ManpowerGroup (englischsprachig)