Zwischen Wachstum und Konsolidierung: Warum Unternehmen 2025 einstellen – oder abbauen
Entdecken Sie die Top 3 Gründe für Neueinstellungen und Stellenabbau – das Arbeitsmarktbarometer Q2-2025 zeigt die unterschiedlichen Unternehmensrealitäten.

Die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt bleibt verhalten optimistisch, stellt das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer Q2-2025 fest. Doch was bewegt Unternehmen aktuell dazu, neue Talente an Bord zu holen oder sich von Mitarbeitenden zu trennen? Wir haben nachgefragt!
Der Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) für Deutschland zeigt mit 22 Prozent zwar einen minimalen Aufwärtstrend im Vergleich zum Vorquartal (+1 Prozentpunkt), doch hinter dieser Zahl verbergen sich unterschiedliche Realitäten in den Unternehmen. Während 38 Prozent der befragten 1.050 deutschen Arbeitgeber in der Studie Neueinstellungen planen, bereiten 17 Prozent einen Stellenabbau vor.
Die Top 3 Gründe für Neueinstellungen: Wachstum trifft auf Fachkräftemangel
-
- Klassische Nachbesetzung offener Stellen (33%)
Der anhaltende Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung. Jeder dritte Arbeitgeber, der neue Mitarbeitende einstellen möchte, tut dies schlicht, um bestehende Positionen nachzubesetzen. Dies unterstreicht, dass trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten der Kampf um qualifizierte Talente unvermindert anhält. - Neue Positionen durch Unternehmenswachstum (33%)
Gleichauf mit der Nachbesetzung liegt die Schaffung neuer Stellen durch Wachstum – ein ermutigender Indikator. Ein Drittel der einstellenden Unternehmen wächst und benötigt dafür zusätzliche Fachkräfte. Dies zeigt, dass zahlreiche Unternehmen trotz des herausfordernden Umfelds Wachstumschancen identifizieren und nutzen. - Frischer Wind und neue Kompetenzen (26%)
Auf Platz drei folgt der Wunsch nach neuen Perspektiven und zusätzlichen Kompetenzen. Hier geht es weniger um reines Wachstum als um qualitative Veränderungen. Unternehmen erkennen, dass sie neue Perspektiven und Fähigkeiten benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichauf liegen mit jeweils 26 Prozent auch Diversitätsmaßnahmen sowie der Bedarf an neuen Expertisen durch technologische Weiterentwicklungen wie zum Beispiel KI, maschinelles Lernen und Anforderungen einer grüneren Wirtschaft.
Die Top 3 Gründe für Stellenabbau: Wirtschaftlicher Druck dominiert
-
- Wirtschaftliche Herausforderungen (46%)
Fast die Hälfte der Unternehmen, die Stellen abbauen, nennt wirtschaftliche Herausforderungen als Hauptgrund. Die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland zwingt viele Betriebe zu Sparmaßnahmen, von denen auch die Personalbudgets nicht verschont bleiben. - Rückgang der Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten (30%)
Für fast ein Drittel der Unternehmen mit Abbauplänen ist ein Rückgang der Nachfrage nach ihren Produkten oder Dienstleistungen ausschlaggebend. Dies spiegelt die gedämpfte Konsumstimmung und Investitionszurückhaltung wider, die in verschiedenen Branchen zu beobachten ist. - Prozessoptimierungen und Konsolidierung (24%)
Auf Platz drei folgen Konsolidierungen aufgrund von Prozessoptimierungen. Hier geht es oft um Effizienzsteigerungen, die durch die Neuorganisation von Arbeitsabläufen oder Digitalisierung erreicht werden können – ein Trend, der durch den Kostendruck noch verstärkt wird.
Blockiertes Wachstum und Stagnation
Die Gründe für Personalentscheidungen zeichnen ein differenziertes Bild der deutschen Wirtschaft im Frühjahr 2025. Während einerseits die wirtschaftlichen Unsicherheiten und der demografische Wandel zu spüren sind, zeigen andererseits zahlreiche Unternehmen Wachstumswillen.
Besonders auffällig: Während bei Neueinstellungen das Unternehmenswachstum und der Bedarf an neuen Kompetenzen im Vordergrund stehen, dominieren beim Stellenabbau eher reaktive Motive wie wirtschaftliche Herausforderungen und Nachfragerückgänge. Dies deutet darauf hin, dass die innovationsstarken und zukunftsorientierten Unternehmen weiterhin in ihr Personal investieren, während andere gezwungen sind, den Gürtel enger zu schnallen.
Jetzt mehr zum Arbeitsmarkt und den Beschäftigungsaussichten erfahren
Laden Sie jetzt den vollständigen Q2-2025 Report für Deutschland herunter und entdecken Sie mehr zu den aktuellen Arbeitsmarkttrends!
