Mal was Neues: Krise ohne Arbeitslose

Die Personalplanung der Firmen ist stabil, doch die regionalen Unterschiede nehmen zu. Die WirtschaftsWoche blickt auf die Studie der ManpowerGroup.

Mann vor einem Whiteboard stehend

Die Grundkonstante der Konjunktur­forschung ist am Schwanken. Denn bisher galt, wenn die Konjunktur kippt, kippt früher oder später auch der Arbeits­markt. Die demografische Entwicklung ist dafür nicht unbeteiligt. So halten trotz abzeichnender Rezession viele Unternehmen an ihren Arbeits­­kräften fest oder stellen Personal ein. Der Beitrag in der WirtschaftsWoche beleuchtet die Studie der ManpowerGroup.

Wie sieht die Personal­planung deutscher Unternehmen für das vierte Quartal aus?

Der Fokus der Studie der ManpowerGroup, das Arbeitsmarkt­barometer / MEOS Q4-22, liegt auf der Arbeits­markt­entwicklung in Deutschland. Dazu wurden 1.030 Arbeit­geber befragt. Diese Untersuchung zeigt eine Anomalie, denn trotz vieler Heraus­forderungen wie Inflation, Energiekrise, Liefer­ketten­problematik etc., sind die Einstellungs­absichten deutscher Unternehmen weiterhin optimistisch. Laut aktueller Studien­ergebnisse planen 38 Prozent der befragten Unternehmen für das Jahres­schluss­quartal mit Neueinstellungen, ebenso viele wie im Vorquartal. 42 Prozent halten am Personal­bestand fest und nur ein vergleichs­weise geringer Prozent­satz von 15 Prozent der Unternehmen beabsichtigt einen Personal­abbau zum Ende des Jahres.

Gute Personal­aussichten im Osten und Westen. Norden und Süden zeigen Verschlechterung zum Vorquartal

Betrachtet man die regionale Verteilung der geplanten Neuein­stellungen, fallen der Osten und Westen mit positiven Werten auf. Der Saldo aus Neuein­stellungen liegt dort bei 27 beziehungs­weise 24 Prozent. Stärkste Verlierer unter den Städten sind Berlin und Frankfurt am Main, wo sich die Aussichten im Vergleich zum letzten Quartal um sechs beziehungs­weise 12 Prozent­punkte reduzierten.


MPG in den Medien Screenshot Human Resources Manager - Arbeitszeiten 01.09.2022Der Artikel ist erschienen in der WirtschaftsWoche am 16.09.2022.

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