Positive Jobaussichten in Deutschland – Das zeigt das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer
Neue ManpowerGroup-Studie zeigt: 33% der deutschen Unternehmen planen Neueinstellungen im ersten Quartal 2023. Trotz widriger Umstände bleiben die Jobaussichten gut.
Arbeitnehmer haben Grund zur Zuversicht, denn 33 % der Unternehmen in Deutschland planen im ersten Quartal 2023, neues Personal einzustellen. Unser Arbeitsmarktbarometer, für das wir im Oktober und November 1.022 Unternehmen in Deutschland befragt haben, zeigt die positiven Aussichten. Auch dieses Mal haben wir wieder den Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) berechnet, der (nach Abzug der saisonalen Schwankungen) zeigt, wie viele Unternehmen Neueinstellungen vorhaben. Der NBA bezeichnet den Anteil der Unternehmen, die einen Beschäftigungszuwachs planen, abzüglich des Anteils der Unternehmen, die planen, weniger Personal einzustellen. Für Q1 2023 liegt der NBA bei +17 % - zwar weniger als im Vorquartal (+20 %) und im Vorjahr (+34 %), aber durchaus weiterhin positiv.
Wer einen Job sucht, darf also weiterhin optimistisch sein, denn Arbeitgeber wollen weiterhin dringend benötigte Talente einstellen, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Vor dem Hintergrund von Rekordinflation, Kriegen, Klimakrise und Lieferengpässen, ist das ein positives Signal für das Jahr 2023.
Regionale Jobaussichten: Frankfurt bleibt stabil – Berlin, der Norden und Osten weniger
Zwischen einzelnen Regionen Deutschlands wird im Arbeitsmarktbarometer ebenfalls unterschieden. In Frankfurt am Main blicken die Unternehmen besonders zuversichtlich auf das erste Quartal: Der NBA hat im Vergleich zum Vorquartal 5 Punkte zugelegt und liegt bei +24 %. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Region nur 2 Punkte verloren. Auch das Ruhrgebiet (NBA +20 %) bleibt stabil und kann im Vergleich zum vierten Quartal 2022 sogar 2 Prozentpunkte hinzugewinnen.
Im Osten (-10 Prozentpunkte) und Norden (-8 Prozentpunkte) Deutschlands sind die Beschäftigungsaussichten im Quartalsvergleich dagegen leider zurückgegangen. Betrachtet man das Vorjahresquartal, hat Berlin mit -29 Prozentpunkten den stärksten Rückgang zu verzeichnen – auch hier bleibt der NBA aber mit +9 % weiterhin positiv.
Fachkräftemangel vor allem in der Finanz- und Immobilienbranche, im Industriesektor und im Gesundheitswesen
In allen Branchen werden weiterhin dringend Fachkräfte gesucht. Nirgendwo ist dies zutreffender als in der Finanz- und Immobilienbranche (+29 %), im Industriesektor (+23 %) und im Gesundheitswesen (+16 %). Dort sind die Beschäftigungsabsichten besonders hoch, ebenso wie im Energiesektor. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Netto-Beschäftigungsausblick jedoch in der Kommunikationsbranche, im IT-Sektor und im Transport- und Logistikbereich verringert.
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> Zur vollständige Studie des Arbeitsmarktbarometers Q1-2023
