Flexibilität und Technologie – wie Arbeitgeber die Geschlechtergleichheit im Beruf fördern
Gleichstellung am Arbeitsplatz fördert Erfolg und Produktivität. Die Zusatzbefragung zum Arbeitsmarktbarometer Q2-24 bietet Einblicke.

Die meisten Unternehmen haben mittlerweile erkannt, wie wichtig die Gleichstellung am Arbeitsplatz für den Erfolg und die Produktivität der Belegschaft ist. Doch wie weit sind wir wirklich? Die Zusatzbefragung zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer Q2-2024 geht der Sache auf den Grund.
Gleichberechtigung: Bei der Hälfte der Berufsbilder ist noch Luft nach oben
Im Durchschnitt sind 36 % der Arbeitgeber in Deutschland der Meinung, dass ihre Unternehmensinitiativen zu einem höheren Frauenanteil bei den eingehenden Bewerbungen führen. Im Top-Management und in den MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik) – also den Bereichen, die traditionell hinter den durchschnittlichen Gleichstellungszielen hinterherhinken – sind es mit 24 und 22 % etwas weniger. Dennoch sind die Zahlen nicht weit voneinander entfernt.
Das Potenzial ist also sehr hoch. Die gute Nachricht ist, dass 70 % der Arbeitgeber innerhalb der nächsten zwei Jahre Fortschritte erwarten, die entweder annähernd oder vollständig für komplette Gleichberechtigung der Geschlechter sorgen. Zwei treibende Kräfte sind dabei von besonderer Bedeutung: Flexibilität und Technologie.
Flexibilität auf Seite der Arbeitgeber trägt zu DEIB-Erfolgen bei
Unternehmen mit einer diverseren Belegschaft sind produktiver, innovativer und verzeichnen bessere Erfolge. Im Bestreben, eine solche Diversität zu unterstützen, sehen 34 % der Arbeitgeber die Förderung flexibler Arbeitsmethoden als besonders wichtiges Mittel. Flexibilität gilt als „neue Währung“ für erfolgreiches Personalmanagement. Das leuchtet ein – denn Bewerber*innen unterschiedlichen Geschlechts und diverser Lebenssituationen haben nicht immer die gleichen Bedürfnisse, wenn es zum Beispiel um Arbeitszeit und -ort geht. Je flexibler sich Arbeitgeber zeigen, umso zugänglicher werden ihre Arbeitsstellen und umso größer wird der potenzielle Kandidatenpool. Andere wichtige Faktoren sind interne Programme zur Entwicklung von Führungskräften sowie Mentoring und Coaching und das Schaffen einer inklusiven Unternehmenskultur.
Technologie unterstützt die Gleichberechtigung im Recruiting
Technologie – und vor allem neue Technologien – spielen nicht nur im Berufsalltag eine immer größere Rolle, sondern auch bei der Förderung der Geschlechtergleichheit am Arbeitsplatz. 45 % der deutschen Arbeitgeber sehen Technologie als wichtiges Instrument, um die besten Bewerber*innen unabhängig von ihrem Geschlecht zu find n. Damit sind sie etwas skeptischer als der globale Durchschnitt. Von datenbasiertem Recruiting bis hin zu vorurteilsfreien Matching-Algorithmen gibt es jedoch zahlreiche Möglichkeiten zum Erreichen von mehr Gleichberechtigung. Selbst wenn die aktuell verfügbaren Mittel den Gender-Gap noch nicht vollständig schließen können, wie 23 % feststellen, so sind sich doch 56 % darin einig, dass die allgemeine Gleichstellung der Geschlechter durch den technologischen Fortschritt gefördert wird.
Die Ergebnisse des ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers für Q2-2024 bieten viele weitere spannende Einblicke in die Zukunft des Arbeitsmarkts und der Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland.
Laden Sie hier den vollständigen Report herunter.
> Arbeitsmarktbarometers für Q2-2024