KI als Jobmotor? Positive Aussichten für Geschäft und Weiterbildung
KI killt Jobs? Im Gegenteil! 48 % der Arbeitgeber in Deutschland sind überzeugt, dass KI und ML in den nächsten zwei Jahren mehr Arbeitsplätze schaffen werden.

Wir haben in einer Zusatzbefragung zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer Q3 2024 1.050 deutsche Unternehmen gefragt, was künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) in Zukunft für ihren Personalbestand bereithalten. Fast die Hälfte rechnet mit Personalzuwachs.
Auch wenn der Einsatz von KI in Deutschland vergleichsweise zögerlich erfolgt, nutzen 39 % der deutschen Arbeitgeber bereits künstliche Intelligenz – darunter generative dialogorientierte Tools wie ChatGPT und Co. – im Arbeitsalltag. Dass wir in Deutschland nicht so sehr zu den Early Adoptern gehören wie andere Länder, hat gute Gründe: Bedenken zu Datenschutz, hohe Kosten und der Mangel an Mitarbeitenden mit KI-Kenntnissen sind ein allgegenwärtiges Thema.
Eine Angst scheint aber gänzlich unbegründet zu sein: Die Befürchtung, dass KI menschliche Arbeitskräfte ersetzen wird, ist laut der aktuellen Umfrage ein Trugschluss. Denn durch neue Technologien werden auch neue Skills benötigt und die Arbeitswelt befindet sich im Wandel.
Wie KI für neue Arbeitsplätze sorgt
Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, neue Jobmöglichkeiten und Arbeitsstellen zu schaffen – und Arbeitgeber wissen das. Neue Branchen entstehen oder werden produktiver, besehende Branchen werden transformiert und es entstehen neue Formen des Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine. Vor allem in diesen Bereichen könnten KI und ML in Zukunft für Personalzuwachs sorgen:
- Entwicklung von und Support für KI-Systeme
Jede Erfindung braucht jemanden, der sie wartet, und Computertechnologien sind keine Ausnahme. Von Entwickler*innen für neue Applikationen und KI-gestützter Software über Datenwissenschaftler*innen, die enorme Datenmengen richtig interpretieren können, bis hin zu Techniker*innen und Ingenieur*innen werden viele Fachkräfte gebraucht. Auch der Beruf des Prompt Engineers, der mittlerweile in aller Munde ist, wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen und ist jetzt schon höchst lukrativ. Auch die beste künstliche Intelligenz braucht präzise und lückenlose Anweisungen, um Aufgaben richtig zu lösen. - Integration von KI und ML
Auch im Bereich Consulting können Fachleute dabei helfen, KI-Technologien zu implementieren und optimal zu nutzen. KI-Berater*innen und branchenübergreifende Spezialist*innen werden sich im Gesundheits- und Finanzwesen, in der Logistik, Landwirtschaft und andernorts als besonders wertvoll erweisen. Ebenso werden Transformation und Change Management in den kommenden Jahren gefragt sein. - Veränderungen in bestehenden Berufen
Die beruflichen Rollen, die wir heute kennen, werden sich in Zukunft weiterentwickeln. Schließlich ersetzt KI keine Menschen, sondern erleichtert gewisse Aufgaben. So können Arbeitnehmende effizienter und produktiver sein, werden aber für strategische, kommunikative und qualitätssichernde Herausforderungen dringend gebraucht. Auch im Bereich Ethik und Regulierung dürften neue Berufe entstehen oder existierende Rollen erweitert werden. - Weiterbildung und Training
Die rasante technologische Entwicklung erfordert ebenso rasant neue Fertigkeiten und Kenntnisse. Diese zu vermitteln und zu managen ist bereits jetzt elementar wichtig und das wird auch in Zukunft so bleiben. In der Erstausbildung sowie dem Up- und Reskilling werden Arbeitskräfte gebraucht, die komplexe Systeme effektiv vermitteln können und sowohl KI-Fertigkeiten im Speziellen als auch Medienkenntnisse im Allgemeinen fördern.
Alle Zahlen im Überblick
Du willst noch mehr Details aus der Umfrage zum Thema KI in Unternehmen? Erfahre mehr in unserer Zusatzbefragung zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer!
