Neue Fachkräfte­strategie: Ein Mittel gegen den Personal­mangel?

Im Fokus der Bundes­regierung stehen 5 Handlungs­felder. Doch laut DPU können Unternehmen auch selbst mit unkonventio­nellen Maß­nahmen erfolgreich rekrutieren.

MPG in den Medien Screenshot DPU - Fachkräftestrategie gegen Personalmangel - 19.10.22

Fachkräfte zu finden, wird in vielen Branchen komplizierter. Die Sonderbefragung der ManpowerGroup zum Thema Fachkräfte­mangel besagt, dass weltweit schon 75 Prozent der Unternehmen vom Fachkräfte­mangel betroffen sind.

So haben in Deutschland insbesondere kleine Firmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden Schwierig­keiten bei der Personal­suche. Die gefragtesten Berufs­bilder sind laut Studie Expert*innnen für IT und Daten­verarbeitung, Human Resources, Logistik, Vertrieb und Produktion.

Der Bund will mit neuer Fachkräfte­strategie Abhilfe schaffen

„Fachkräfte­sicherung ist Wohlstands­sicherung“, so Bundes­arbeits­minister Hubertus Heil. Die Wirtschaft braucht viele und gut qualifizierte Fach­kräfte, um den Struktur­wandel zu gestalten, den Wohlstand und die Sozial­systeme zu sichern.

Im Fokus stehen fünf Handlungs­felder:

  1. Eine zeitgemäße Ausbildung und frühzeitigere Berufs­orientierung

  2. Eine gezielte Weiter­bildung für künftige neue Tätigkeits­bereiche

  3. Eine höhere Erwerbs­beteiligung von Frauen mit verbesserter Arbeitszeit­gestaltung und Kinder­betreuung

  4. Steigerung der Arbeits­qualität, Wandel der Arbeits­kultur und flexibler Ruhestand

  5. Eine moderne Einwanderungs­politik mit weniger Bürokratie

So ist es wichtig, für die Rekrutierung von Mitarbeitenden aus dem Ausland, die Einwanderung aus Dritt­staaten zu vereinfachen und die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Studien­abschlüssen zu erleichtern.

Für den Ausbildungs­markt sind die duale Berufs­ausbildung und der Ausbau für Angebote zur beruflichen Orientierung z.B. Schüler­praktika, Veranstaltungen und digitale Informations­angebote von zentraler Bedeutung.

Mit Blick auf die rasanten Entwicklungen in der Digital­branche ist es der richtige Ansatz, die Aus- und Fortbildungs­ordnungen sowie die Weiter­bildung zu modernisieren. Auch Quer­einstiege in digitale Bereiche wirken dem Fachkräfte­mangel entgegen.

Eigene Maßnahmen für Unternehmen

Im Blick auf geeignete Fach­kräfte, gewinnt das Boomerang-Hiring an Attaktivität, Das bedeutet das erneute Einstellen ehemaliger Mitarbeitenden. Hier locken bekannte Arbeits­routinen und ein gewohntes Arbeits­umfeld.

Beim Reverse Recruiting, bemühen sich nicht nur Bewerber*innen um die besten Jobs, sondern zunehmend auch Unternehmen um die besten Mitarbeitenden. So bewirbt sich z.B. eine Firma mit einem Unternehmens­lebenslauf bei potenziellen Angestellten. Das eignet sich für passive Talente und hilft, um späte Absagen und damit hohe Kosten im Bewerbungs­prozess zu vermeiden.

Auf freie Mitarbeitende setzen passt, wenn Unter­nehmen auf der Suche nach Digital-Expert*innen sind. Hier können Freiberufler*innen Fachkräfte­lücken zu schließen, denn oft sind gefragte digitalen Talente durch bestehende Arbeits­verhält­nisse nicht frei verfügbar. Freelancer unter­stützen oft kurz­fristige und vermeiden lang­wierige Recruiting-Prozesse. Als Chance können sich Fest­angestellte und Frei­berufler*innen optimal ergänzen. Denn der Austausch mit erfahrenen Expert*innen bildet weiter, schafft neue Ideen und dient letztlich dem Projekt­erfolg. Besten­falls profitieren alle voneinander.  

Lesen Sie den vollständigen Artikel, des DPU für weitere Details zu den Handlungs­feldern und auch die Studie zum Fach­kräfte­mangel.


MPG in den Medien Screenshot DPU - Fachkräftestrategie gegen Personalmangel - 19.10.22 Der Beitrag ist erschienen auf der Online-Plattform des DUP Unternehmer Magazin am 19.10.2022.

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