Unternehmen planen weniger Neueinstellungen als vor einem Jahr
Die Personalwirtschaft berichtet über geplante Neueinstellungen. Das Magazin bezieht sich dabei auf das Arbeitsmarktbarometer Q1-2023 der ManpowerGroup.

Ein Drittel der deutschen Unternehmen will im ersten Quartal neues Personal einstellen. Der Netto-Beschäftigungsausblick liegt damit niedriger als vor einem Jahr.
- 45 Prozent der deutschen Unternehmen wollen ihren Personalbestand halten und
- 33 Prozent planen, neue Mitarbeiter*innen einzustellen.
- 18 Prozent der Betriebe wollen Personal abbauen und
- 4 Prozent sind unentschlossen, was ihre Personalpolitik betrifft.
Im Arbeitsmarktbarometer Q1-2023 berechnet die ManpowerGroup den Netto-Beschäftigungsausblick (NBA). Das heißt, Prozentsatz der Arbeitgeber, die einen Personalabbau erwarten minus derjenigen, die Neueinstellungen planen. Für die weltweite Studie wurden in Deutschland 1.022 Unternehmen befragt.
Der NBA liegt für das erste Quartal saisonbereinigt bei 17 Prozent. Das sind 3 Prozent weniger als im letzten Quartal und 17 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
Nach Jonas Prising, Vorstandsvorsitzender & CEO der ManpowerGroup, gebe es wirtschaftlich bedingt, Anzeichen für eine abschwächende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, was Unternehmen in ihren Personalplänen zurückhaltend agieren lässt. Dennoch ist eine starke Nachfrage nach spezifischen Skills und Qualifikationen in Bereichen wie IT, Logistik oder Finanzen zu verzeichnen.
Finanz- und Immobilienbranche mit höchster Einstellungsbereitschaft
Hier liegt der NBA bei 29 Prozent. Der Industriesektor liegt bei 23 Prozent, der Energiesektor bei 20 Prozent und in der Gesundheitsbranche bei 16 Prozent. In all diesen Bereichen sind trotz positiver Zahlen Rückgänge zu verzeichnen. Verschlechtert hat sich der Mitarbeiterbedarf dagegen in der Kommunikationsbranche (-44 Prozent) und IT-Sektor sowie Bereich Transport & Logistik (je -31 Prozent).
Meiste Neueinstellungen planen mittelgroße Unternehmen
Unternehmensgrößen zeigen laut der Studie auch unterschiedliche Entwicklungen auf. Im letzten Quartal planten verstärkt großen Firmen Neueinstellungen und nun sind es eher mittelgroße Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden (NBA von 24 Prozent).
Regionale Einstellungsabsichten
Hier liegen in Vergleich Frankfurt am Main und das Ruhrgebiet vorne. In Ost- und Norddeutschland sind die Konjunkturaussichten deutlich negativer geworden.
Platz 29 für Deutschland im weltweiten Vergleich
Deutschland liegt in der Auswertung mit dem NBA 6 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt von 23 Prozent. Weltweit liegen Panama (39 Prozent), Costa Rica (35 Prozent) und Kanada (34 Prozent) mit guten Beschäftigungsaussichten vorne. So liegen auch einige europäische Länder vor Deutschland wie Österreich (29 Prozent), Belgien, Norwegen und Schweden (je 23 Prozent) sowie Großbritannien (19 Prozent).
Erfahren Sie mehr im vollständigen Artikel und auf der Studienseite des Arbeitsmarktbarometer Q1-2023.
Der Beitrag ist erschienen auf der Online Plattform der Personalwirtschaft am 12.01.2023.
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