Einstellungsboom vorbei - kein Grund für Pessimismus
Die Computerwoche berichtet über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer. Je nach Perspektive sei das Glas entweder halb voll oder halb leer: Der Arbeitsmarkt boomt nicht mehr im selben Maße, ist aber noch im Wachstum.

Langsameres Wachstum im Jobmarkt stimmt dennoch positiv
Der Boom ist vorbei, doch viele Arbeitgeber suchen dennoch händeringend Mitarbeiter*innen. So ist der Fachkräftemangel auch weiterhin für viele Unternehmen Realität.
Das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer für Q1-2023 wird von der Computerwoche aufgegriffen und kommentiert. Die Studie, für die allein in Deutschland 1.022 Unternehmen befragt wurden, wird viermal pro Jahr von der ManpowerGroup erstellt. Die Ergebnisse zeigen die Absichten von Unternehmen auf internationaler Ebene, im jeweils folgenden Quartal neues Personal einzustellen.
Der Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) liegt, abzüglich der saisonalen Schwankungen, bei insgesamt 17 Prozent. Dieser NBA ergibt sich aus dem Anteil der Unternehmen, die Einstellungen erwarten, abzüglich derer, die einen Rückgang prognostizieren.
In Frankfurt am Main sind die Einstellungsabsichten mit +24 % besonders hoch. Dagegen wollen Unternehmen im Osten (-10 %) und Norden (-8 %) Deutschlands ihr Personal weniger aufbauen. Fachkräfte werden in unterschiedlichen Branchen aber dennoch weiter händeringend gesucht, so zum Beispiel in der Finanz- und Immobilienbranche (+ 29 %), im Industriesektor (+ 23 %) und im Gesundheitswesen (+16 %). Zudem gilt der Mittelstand als einstellungsfreudiger.
Den Ergebnissen nach sieht Iwona Janas, Geschäftsführerin der ManpowerGroup in Deutschland, die Jobaussichten weiterhin positiv, wenn auch insgesamt geringer. Das sei vor allem im Hinblick auf hohe Inflation, kriegerische Aktivitäten, Klimakrise und Lieferengpässen als positives Signal zu werten.
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Der Beitrag erschien auf der Online-Plattform der Computerwoche am 17.01.2023.
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