Unternehmen wollen einstellen
Die Frankfurter Allgemeine berichtet ausführlich über die Ergebnisse der Arbeitsmarktstudie der ManpowerGroup – das Arbeitsmarktbarometer Q1-2023.

Raum Frankfurt ist zuversichtlich
Unternehmen dieser Region sind für das erste Quartal optimistisch und wollen neue Mitarbeiter*innen einstellen. Zum Vorquartal hat die Rhein-Main-Region 5 Punkte dazugewonnen. Im Osten und Norden Deutschlands sind die Konjunkturaussichten im Quartalsvergleich dagegen stark zurückgegangen.
Arbeitsmarktstudie Q1-2023
Der Personaldienstleisters ManpowerGroup befragt für seine weltweite Studie, das Arbeitsmarktbarometer jedes Quartal ca. 1000 deutsche Unternehmen und errechnet daraus den Netto-Beschäftigungsausblick (NBA). Der NBA ist der Anteil der Unternehmen, die einen Beschäftigungsanstieg erwarten, abzüglich derer, die einen Beschäftigungsrückgang prognostizieren. Für die ersten drei Monate im Jahr 2023 liegt der NBA bei plus 17 Prozent, das sind minus 3 Prozent zum Vorquartal und minus 17 Prozent zum Vorjahreszeitraum.
Iwona Janas, Country Managerin der ManpowerGroup Deutschland, kommentiert das als ein optimistisches Signal. Trotz allgemeiner wirtschaftlicher Unruhe wie Rekordinflation, Ukrainekrieg, Klimakrise und Lieferengpässen seien Arbeitgeber nach wie vor bereit, dringend benötigte Talente einzustellen. Der Fachkräftemangel und somit Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden sei weiterhin hoch. Allerdings sind die Jobaussichten in einzelnen Regionen und Branchen unterschiedlich stark ausgeprägt, so die Chefin der ManpowerGroup.
Andere Untersuchungen bestätigen die Ergebnisse
Das Ergebnis spiegelt sich auch in der Untersuchung des hessischen Sozialministeriums in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität wider. Es fehlen Fachkräfte und das Potenzial von Personen ohne Abschluss, die durch Weiterbildungen Fachkraftaufgaben übernehmen könnten, ist gering und nimmt in urbanen Gebieten zu. Das betrifft vorwiegend Sozialberufe. Gesucht wird der IWAK-Prognose nach, insbesondere im Gesundheitssektor und in der Erziehung. Hierbei ist der Höhepunkt des demografischen Wandels noch nicht erreicht und wird erst in 10 Jahren erwartet.
Fachkräftemangel ist weiterhin hoch
Der Fokus bei der Nachfrage an Fachkräften liegt vor allem bei Handwerks- und IT-Berufen sowie im Bereich Energiewende und Digitalisierung. Das ist auch bei der ManpowerGroup deutlich sichtbar.
Die Studie zeigt auch, dass die Effekte am deutschen Arbeitsmarkt mit der globalen Entwicklung korrespondieren. Die Einstellungsabsichten sind für dieses Jahr zurückhaltender, bedingt durch die Sorge vor einer drohenden Rezession und einer weiter anhaltenden Inflation, so Iwona Janas. Den Ergebnissen nach sind die Einstellungsabsichten in diesem Quartal bei mittelständische Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden am optimistischsten. Hier liegt der Netto-Beschäftigungsausblick bei plus 24 Prozent.
Die Personaldienstleister-Branche steht dabei gut da. Die Regionaldirektion für Arbeit berichtete im Dezember den größten relativen Zuwachs an Beschäftigten mit plus 62 Prozent.
Der Beitrag erschien auf der Online-Plattform der Frankfurter Allgemeinen am 30.01.2023.
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