ManpowerGroup Arbeits­markt­barometer / MEOS für Q3-2026 Zusatzbefragung

Pressemitteilung vom 03.08.2026

Pressemitteilung des Personaldienstleisters ManpowerGroup

Produktivität im Unternehmen: KI-Tools liegen vor Lohn­erhöhungen und Weiterbildung 


  • Fast jedes zweite Unternehmen sieht im Einsatz von KI-Tools für tägliche Aufgaben einen wichtigen Hebel für mehr Produktivität 

  • Weitere zentrale Produktivitäts­treiber sind Lohn­erhöhungen (44 Prozent), KI-gestützte Auto­matisierung (43 Prozent) und Weiter­bildung (42 Prozent) 

  • Mehr Geld auf der Gehalts­abrechnung: Bei den Kompetenzen, für die Unternehmen einen Vergütungs­aufschlag zahlen würden, stehen KI-Anwendung und Team­fähigkeit vorn 

Frankfurt am Main, 03. August 2026 – Wirtschaftliche Unsicherheit, Fachkräfte­mangel und techno­logische Umbrüche setzen Unter­nehmen unter Druck. Um wett­bewerbs­fähig zu bleiben, suchen sie daher nach Wegen, die Produktivität ihrer Beleg­schaften zu steigern. Die aktuelle Zusatz­befragung der ManpowerGroup zum Arbeitsmarkt­barometer zeigt, welche Maßnahmen Arbeitgeber im letzten Jahr als besonders wirksam empfunden haben. Dabei liegen KI-Tools vorn. Die Ergebnisse machen zugleich deutlich: Technologie allein reicht nicht aus.

Fast die Hälfte der befragten Arbeit­geber (49 Prozent) schreibt dem Einsatz von KI-Tools im Arbeits­alltag die größten Produktivitäts­gewinne zu. Damit liegt die praktische Nutzung von Künstlicher Intelligenz vor Lohn­erhöhungen (44 Prozent), KI-gestützter Automati­sierung ganzer Prozesse (43 Prozent), Weiter­bildung (42 Prozent) sowie dem Einsatz von KI zur Unterstützung der Geschäfts­strategie (40 Prozent). Das weist auf einen starken Praxis­bezug hin, wenn es darum geht zu über­legen, wie sich die Produk­tivität steigern lässt. Flexible Arbeits­zeiten (39 Prozent) und hybride beziehungs­weise Remote-Arbeit (35 Prozent) gelten ebenfalls als produktivitäts­fördernd, erreichen jedoch nicht die Werte der am häufigsten genannten Maßnahmen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Unter­nehmen Produktivität ganz­heitlich betrachten. Techno­logische und personal­politische Maßnahmen stehen dabei im Ranking eng neben­einander“, bewertet Faris Bećirović, Country Manager und Vorsitzender der Geschäfts­führung der ManpowerGroup Deutschland die Aussagen. „KI und Automati­sierung können Prozesse effizienter machen. Entscheidend ist aber das Zusammen­spiel mit einer wettbewerbs­fähigen Vergütung, gezielter Qualifizierung und Arbeits­bedingungen, die Leistung fördern. Nur so können Unter­nehmen die Potenziale neuer Techno­logien und ihrer Mitarbei­tenden gleicher­maßen nutzen.“

Damit KI im Arbeitsalltag tatsächlich entlastet, müssen Beschäftigte die neuen Werk­zeuge sicher einsetzen können. Für Unter­nehmen bedeutet das, nicht nur in Technologie, sondern auch in die Weiter­entwicklung ihrer Beleg­schaften zu investieren. Welche Kompetenzen dabei besonders gefragt sind, zeigen weitere Ergebnisse der Zusatz­befragung.

KI-Anwendung und Team­fähigkeit werden besonders honoriert und sorgen für mehr Gehalt

Bei der Frage, für welche technischen Kompe­tenzen ein Unter­nehmen einen Vergütungs­aufschlag zahlen würde, steht die sichere Anwendung von KI-Tools an erster Stelle (60 Prozent). Dahinter folgen Kenntnisse in der Entwicklung von KI-Modellen und -Anwendungen (53 Prozent) sowie Kompe­tenzen im Personalwesen (52 Prozent).

ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer MEOS Q3-2026 DE Zusatzbefragung

Auffällig ist, dass die praktische Anwendung von KI noch vor der Entwicklung entsprechender Systeme liegt. Unter­nehmen schätzen also nicht nur hoch speziali­sierte Kenntnisse, sondern vor allem die Fähigkeit, vorhandene KI-Werkzeuge sicher in den Arbeits­alltag einzubinden.

Bei der Frage nach den zwischen­menschlichen Fähig­keiten, die besonders honoriert würden, führen Kommuni­kation, Zusammen­arbeit und Team­fähigkeit das Ranking an (55 Prozent). Es folgen Anpassungs­fähigkeit und Lern­bereit­schaft (51 Prozent). Professi­onalität und Arbeits­ethik, kritisches Denken und Problem­lösungs­kompetenz sowie Führungs­kompetenz und sozialer Einfluss erreichen jeweils 50 Prozent.

„Der Umgang mit KI wird für immer mehr Beschäftigte zu einer wichtigen beruflichen Fähigkeit“, sagt Bećirović. „Gleich­­zeitig zeigen die Ergebnisse, dass gute Zusammen­arbeit und Lern­bereit­schaft ihren Stellen­wert behalten. Unternehmen brauchen deshalb Weiter­bildungs­angebote, die Beschäftigte auf neue Werkzeuge vorbereiten und ihnen Sicherheit im Umgang damit geben. Partner wie Experis oder Manpower können dabei unter­stützen.“

Der Mensch bleibt der entscheidende Erfolgs­faktor

Die Ergebnisse zeigen, dass neue Tools und Anwendungen allein noch keinen Produktivitäts­gewinn bringen. Statt­dessen benötigt es ein Zusammen­spiel von qualifizierten Mitarbei­tenden und den passenden techno­logischen Gegeben­heiten, um Unter­nehmen weiterhin wett­bewerbs­fähig zu halten.

Darüber hinaus wird deutlich, dass Arbeit­geber technische und zwischen­mensch­liche Kompetenzen nicht getrennt voneinander betrachten. Beschäftigte sollen neue Anwendungen beherrschen, deren Ergebnisse aber auch kritisch einordnen, im Team vermitteln und verantwortung­svoll nutzen können.

Weiterbildung schafft hierfür eine wichtige Grundlage. Sie hilft Unternehmen, benötigte Kompetenzen in der eigenen Belegschaft aufzubauen und Beschäftigte auf veränderte Aufgaben vorzu­bereiten. So kann aus dem Einsatz neuer Techno­logien ein konkreter Nutzen für den Arbeits­alltag entstehen.

Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kosten­­losen Download:

> ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer / MEOS Q3-2026

ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer MEOS Q3-2026 DE

Über das ManpowerGroup Arbeitsmarkt­barometer

Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey (MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im Drei­monats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeits­markt­entwicklung. Die Studie ist die umfassendste zukunfts­orientierte Beschäf­tigungs­umfrage ihrer Art und misst repräsentativ die Erwartungs­haltung von Arbeit­gebern zur Beschäf­tigungs­lage ihres eigenen Unter­nehmens in Bezug auf das jeweils voraus liegende Quartal. Die Ergebnisse sind aufge­schlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit bei Ökonom­*innen, Arbeits­markt­expert­*innen und Finanz­analyst­*innen Beachtung.

Über die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co KG

Mit rund 6.000 Mitarbei­tenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personal­dienst­leistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unter­nehmens­gruppe agieren die Gesell­schaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie speziali­sierte Einzel­marken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeit­nehmer­über­lassung erfunden. Mittler­weile ist das Unter­nehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerber­innen und Unter­nehmen am Markt aktiv und setzt Branchen­standards. Die ManpowerGroup unter­stützt Unter­nehmen bei ihrer Trans­formation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nach­haltigen Erfolg notwendigen Fach­kräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerika­nischen ManpowerGroup™.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG

Pressestelle
Dr. Katrin Luzar
Frankfurter Straße 60-68
65760 Eschborn
E-Mail: [email protected]

> ZUR ÜBERSICHT PRESSEINFORMATIONEN