ManpowerGroup Arbeits­markt­barometer / MEOS für Q4-2026 Zusatzbefragung

Pressemitteilung vom 01.10.2026

Pressemitteilung des Personaldienstleisters ManpowerGroup

Warum manche Unternehmen weiterhin Talente finden und andere monate­lang suchen 


  • 39 Prozent der Unternehmen benötigen heute länger zur Besetzung offener Stellen als noch vor einem Jahr.

  • Fehlende Kompetenzen (46 Prozent) und mangelnde Verfügbarkeit qualifizierter Kandidaten (45 Prozent) sind die wichtigsten Ursachen für längere Vakanz­zeiten.

  • Aber: Der Recruiting-Flaschenhals liegt nicht immer im Bewerbermarkt. Bei knappen Talenten entscheidet immer stärker, wie handlungs­fähig ein Unter­nehmen intern ist.

Frankfurt am Main, 01. Oktober 2026 – Der Arbeits­markt ist für alle Unter­nehmen derselbe. Die Recruiting-Ergebnisse sind es nicht. Das zeigt die aktuelle Zusatz­befragung der ManpowerGroup zum Arbeitsmarkt­barometer für das vierte Quartal 2026. Offene Stellen zu füllen, wird demnach für viele Arbeit­geber zunehmend schwieriger. Gleich­zeitig gelingt es anderen, Positionen trotz derselben wirtschaft­lichen Rahmen­bedingungen weiterhin schnell zu besetzen. Die Ergebnisse machen deutlich: Der Arbeits­markt allein erklärt den Recruiting-Erfolg nicht. Neben dem Fachkräfte­mangel spielen interne Prozesse, Zusammen­arbeit und Geschwin­digkeit die entschei­dende Rolle.

Fast vier von zehn Unter­nehmen benötigen heute länger für die Stellen­besetzung

39 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Besetzung offener Stellen heute länger dauert als noch vor einem Jahr. Nur 17 Prozent berichten von kürzeren Besetzungs­zeiten, während 43 Prozent keine wesentliche Veränderung feststellen.

Graph Besetzung offener Stellen

Die größten Hürden liegen dabei aus Sicht der Arbeit­geber weiterhin auf dem Arbeits­markt selbst. Unter­nehmen, die heute länger für die Besetzung offener Positionen benötigen, nennen als Haupt­gründe fehlende Kompe­tenzen bei Bewerber­innen und Bewerbern (46 Prozent) sowie einen Mangel an qualifizierten Kandida­tinnen und Kandidaten im lokalen Arbeits­markt (45 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden unter­schiedliche Erwartungen von Unternehmen und Bewerbenden (26 Prozent) sowie Kontakt­abbrüche seitens der Bewerbenden während des Bewerbungs­prozesses (19 Prozent). 18 Prozent der Unter­nehmen berichten, dass sie seltener geeignete Kandida­tinnen und Kandidaten über Empfehlungen oder berufliche Netzwerke finden.

„Über Fachkräftemangel sprechen wir seit Jahren. Die spannendere Frage ist deshalb: Warum schaffen es manche Unter­nehmen trotzdem, ihre Stellen schnell zu besetzen? Unsere Daten zeigen, dass der Unter­schied nicht nur im Arbeits­markt liegt, denn der ist ja für alle gleich. Recruiting-Erfolg hängt mehr denn je davon ab, wie schnell Unter­nehmen entscheiden, wie gut ihre Bereiche intern und mit Partnern zusammen­arbeiten und wie konsequent sie Kandida­tinnen und Kandidaten ansprechen“, ordnet Faris Bećirović, Country Manager und Vorsitzender der Geschäfts­führung der ManpowerGroup Deutschland, die Umfrage­ergebnisse ein.

Erfolgreiche Arbeitgeber setzen auf Geschwindigkeit, Zusammen­arbeit und Flexibilität

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Unter­nehmen, die offene Stellen heute genauso schnell oder sogar schneller besetzen als vor einem Jahr. Diese Arbeit­geber nennen häufig Faktoren, die inner­halb des eigenen Unter­nehmens liegen und somit von ihnen selbst beein­flusst werden können.

An erster Stelle steht die bessere Zusammen­arbeit zwischen HR und Fach­bereichen (28 Prozent). Es folgen schnellere interne Freigaben und Entschei­dungen (22 Prozent), eine gezieltere Ansprache potenzieller Kandida­tinnen und Kandidaten, flexible beziehungs­weise hybride Arbeits­modelle sowie wirksamere (KI-gestützte) Verfahren zur Voraus­wahl von Bewerbungen (jeweils 21 Prozent). Die Ergebnisse legen nahe, dass Recruiting-Erfolg nicht allein von der Verfüg­barkeit geeigneter Bewerber abhängt. Ebenso entscheidend ist, wie effizient Unter­nehmen ihre Personal­gewinnung organisieren.

„Unsere Befragung zeigt zwei Realitäten am Arbeits­markt: Während einige Unter­nehmen vor allem fehlende Kompetenzen beklagen, gelingt es anderen, unter denselben Bedingungen erfolgreich zu rekrutieren. Die erfolg­reichsten Arbeit­geber steuern Personal­bedarf, Recruiting, interne Prozesse und externe Workforce-Lösungen als Gesamt­paket. Ein modernes Workforce Management schafft genau diese Verbindung und hilft, schneller auf veränderte Bedarfe zu reagieren“, so Bećirović.

Unternehmen können ihren Recruiting-Erfolg aktiv beeinflussen

Die Zusatz­befragung zeigt damit nicht nur die Heraus­forde­rungen am Arbeits­markt, sondern auch konkrete Ansatz­punkte für Unter­nehmen. Wer Recruiting als strategische Aufgabe versteht, Prozesse vereinfacht und die Zusammen­arbeit zwischen Personal­abteilung, Fach­bereichen und Partnern für das Workforce Management verbessert, kann seine Chancen auf eine erfolg­reiche Besetzung offener Stellen deutlich erhöhen.

Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kosten­­losen Download:

> ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer / MEOS Q4-2026 Zusatzbefragung 

ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer MEOS Q4-2026 Zusatzbefragung

Über das ManpowerGroup Arbeitsmarkt­barometer

Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey (MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im Drei­monats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeits­markt­entwicklung. Die Studie ist die umfassendste zukunfts­orientierte Beschäf­tigungs­umfrage ihrer Art und misst repräsentativ die Erwartungs­haltung von Arbeit­gebern zur Beschäf­tigungs­lage ihres eigenen Unter­nehmens in Bezug auf das jeweils voraus liegende Quartal. Die Ergebnisse sind aufge­schlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit bei Ökonom­*innen, Arbeits­markt­expert­*innen und Finanz­analyst­*innen Beachtung. 

Über die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG

Mit rund 6.000 Mitarbei­tenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personal­dienst­leistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unter­nehmens­gruppe agieren die Gesell­schaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie speziali­sierte Einzel­marken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeit­nehmer­über­lassung erfunden. Mittler­weile ist das Unter­nehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerber­innen und Unter­nehmen am Markt aktiv und setzt Branchen­standards. Die ManpowerGroup unter­stützt Unter­nehmen bei ihrer Trans­formation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nach­haltigen Erfolg notwendigen Fach­kräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerika­nischen ManpowerGroup™.


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